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„Systemausfall von 1 bis 11“: Meppen geht gegen Saarbrücken unter

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Lucas Beniermann suchte nach dem Abpfiff gar nicht erst nach beschönigenden Worten. Einen „Systemausfall von 1 bis 11“ hatte der Trainer des SV Meppen gesehen. Die 1:6-Heimpleite gegen den 1. FC Saarbrücken hinterließ beim Drittliga-Aufsteiger entsprechend tiefe Spuren.

Beniermann spricht von komplettem Systemausfall

8845 Zuschauer waren in die Hänsch-Arena gekommen, am Ende erlebten sie die bislang deutlichste Niederlage der noch jungen Meppener Saison. Gegen Saarbrücken verlor der SVM mit 1:6, bereits zur Pause lagen die Gastgeber mit 1:3 zurück. Für Beniermann war die Ursachenanalyse anschließend eindeutig. Seine Mannschaft habe sich an diesem Nachmittag auf nahezu allen Positionen zu viele Fehler erlaubt. In der ersten Hälfte sei das Geschehen aus seiner Sicht zumindest phasenweise noch „im Rahmen“ gewesen, erklärte der Coach gegenüber der „Meppener Tagespost“. Danach brachen jedoch sämtliche Dämme. Für den Aufsteiger war es die zweite Saisonniederlage. Vor allem die Art und Weise schmerzte.

Anschlusstreffer bringt keine Stabilität

Dabei hatte Meppen zwischenzeitlich noch einmal Hoffnung geschöpft. Ersin Zehir verwandelte in der 38. Minute einen Handelfmeter und verkürzte auf 1:2. Statt einer Aufholjagd folgte jedoch der völlige defensive Kontrollverlust. Torhüter Julius Pünt beschrieb die entscheidende Phase später mit drastischen Worten. Nach dem Anschlusstreffer sei die Mannschaft schlicht „auseinandergefallen“. Ein Gegentor habe das nächste nach sich gezogen. Für den aus Schüttorf stammenden Keeper war es unter dem Strich ein „Defensiv-Totalausfall“. Gerade dieser Einbruch dürfte den Meppenern zu denken geben. Denn die Begegnung hatte keineswegs mit einer klaren Saarbrücker Dominanz begonnen.

Früher Rückschlag trotz ordentlichem Beginn

Pünt hatte zunächst durchaus einen brauchbaren Auftritt seiner Vorderleute gesehen. Meppen sei „nicht schlecht gestartet“, stellte der Schlussmann fest. Dennoch geriet der SVM früh nach einem Standard in Rückstand und brachte sich damit schnell in eine ungünstige Ausgangslage. Dass Saarbrücken anschließend immer wieder zu Möglichkeiten kam, lag aus Meppener Sicht allerdings nicht allein an der Qualität des Gegners. Die Hausherren halfen kräftig mit.

Auch Zehir machte die hohe Niederlage vor allem an den eigenen Versäumnissen fest. Es seien „zu viele individuelle Fehler“ passiert. Auf Drittliga-Niveau würden solche Patzer konsequent bestraft. Deshalb, so die Einschätzung des Torschützen, sei das Resultat letztlich derart deutlich ausgefallen.

Eine Niederlage, die aufgearbeitet werden muss

Das 1:6 ist für Meppen damit mehr als nur ein verlorenes Heimspiel. Der Aufsteiger bekam eindrucksvoll vor Augen geführt, wie schnell eine Partie in der 3. Liga kippen kann, wenn Ordnung und defensive Stabilität verloren gehen. Entscheidend wird nun sein, ob der SVM die deutlichen Worte aus der eigenen Kabine in eine Reaktion auf dem Platz übersetzen kann. Nach einem Nachmittag voller Fehler bietet zumindest die Analyse wenig Raum für Missverständnisse.

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