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Ausschreitungen beim Drittliga-Derby: Sieben Strafanzeigen in Aachen

Das Drittliga-Derby zwischen Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf wurde von mehreren Zwischenfällen abseits des Rasens überschattet. Rund um die Partie mit 30.100 Zuschauern registrierte die Polizei Angriffe auf Einsatzkräfte, mögliche weitere Straftaten und den Einsatz von Pyrotechnik. Insgesamt wurden sieben Strafanzeigen aufgenommen.

Unangemeldeter Fanmarsch sorgt für Polizeieinsatz

Bereits vor dem Anpfiff rückte ein Fanmarsch von Anhängern der Alemannia in den Fokus der Behörden. Zahlreiche Fans bewegten sich gemeinsam in Richtung Stadion und beanspruchten dabei zeitweise die komplette Fahrbahn. Angemeldet war der Marsch nach Angaben der Polizei nicht. Nachdem die Stadt Aachen die Polizei um Amtshilfe gebeten hatte, stoppten die Einsatzkräfte den Zug zunächst. Anschließend wurde die Gruppe unter polizeilicher Begleitung weiter zum Stadion geführt.

Währenddessen kam es nach Darstellung der Polizei zu mehreren Übergriffen. Ein Polizist soll gegen den Kopf geschlagen worden sein. Weil er einen Helm trug, blieb er unverletzt. Zudem wurde den Angaben zufolge mindestens eine Flasche gezielt in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. Ein weiterer Beamter wurde bespuckt.

Sieben Strafanzeigen – mehrere Tatverdächtige ermittelt

Die Polizei konnte im Zusammenhang mit den verschiedenen Vorfällen mehrere Tatverdächtige feststellen. Die Bandbreite der aufgenommenen Ermittlungen geht dabei über die Geschehnisse während des Fanmarsches hinaus. Insgesamt wurden sieben Strafanzeigen gefertigt. Dabei geht es laut Polizei um Beleidigung, sexuelle Belästigung, Körperverletzung, Raub sowie zwei Fälle gefährlicher Körperverletzung. In einem der beiden letztgenannten Fälle ist ein Polizeibeamter der Geschädigte. Welche Konsequenzen sich für die einzelnen Beschuldigten ergeben, müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen.

Pyrotechnik in beiden Fanblöcken

Auch während des Derbys blieb es aus Sicht der Behörden nicht bei den Vorfällen vor dem Stadion. Sowohl im Aachener als auch im Düsseldorfer Fanbereich wurde wiederholt Pyrotechnik abgebrannt. In diesem Zusammenhang nahm die Polizei sechs Ordnungswidrigkeitenanzeigen auf. Die Partie verfolgten insgesamt 30.100 Zuschauer. Rund 5.400 Anhänger waren aus Düsseldorf nach Aachen gereist. Damit bildete das Derby auch auf den Tribünen eine große Kulisse, die allerdings von den Ereignissen rund um den Polizeieinsatz begleitet wurde.

Nach dem Spiel steht deshalb nicht nur das sportliche Geschehen im Mittelpunkt der Aufarbeitung. Insbesondere die mutmaßlichen Angriffe auf Einsatzkräfte und die weiteren angezeigten Straftaten werden die Ermittlungsbehörden beschäftigen.

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