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Nach 2:5-Debakel: Selimbegovic findet deutliche Worte für Aachens Defensive

Foto: Lars Zimmermann/Sportfotografie

Drei Tage bleiben Alemannia Aachen, um die deutlichen Schwächen aus dem Heimspiel gegen Viktoria Köln aufzuarbeiten. Nach der 2:5-Niederlage auf dem Tivoli steht vor allem die Defensivleistung im Mittelpunkt der Kritik. Trainer Mersad Selimbegovic bemängelt fehlende Entschlossenheit und eine Mannschaft, die nach Rückschlägen zunehmend ihre Sicherheit verlor. Schon am Mittwoch wartet die nächste Herausforderung.

Alemannia verliert den Anschluss zur Spitzengruppe

Für Alemannia Aachen war die Begegnung mit Viktoria Köln ein empfindlicher Rückschlag. Während die Gäste mit ihrem fünften Pflichtspielsieg hintereinander den zweiten Tabellenplatz in der 3. Liga festigten, musste sich die Mannschaft von Mersad Selimbegovic mit der zweiten Heimniederlage der laufenden Saison abfinden.

Besonders die Art des Auftritts sorgte für Unzufriedenheit. Bereits zur Halbzeit machten zahlreiche Zuschauer ihrem Ärger mit Pfiffen Luft. Vor 21.953 Besuchern hatte Aachen bis dahin vier Gegentore hinnehmen müssen. Eine Ausgangslage, die gegen die offensivstarken Kölner kaum noch zu korrigieren war. Für die Alemannia bleibt damit nicht nur das Ergebnis problematisch. Die deutliche Niederlage wirft auch die Frage auf, weshalb die Mannschaft gerade vor heimischer Kulisse defensiv derart anfällig agierte.

Kurzes Aufbäumen reicht gegen Viktoria Köln nicht

Dabei hätte die Partie aus Aachener Sicht durchaus einen anderen Verlauf nehmen können. Die Gastgeber erspielten sich früh eine gute Gelegenheit, konnten daraus allerdings kein Kapital schlagen. Stattdessen brachte Yannick Tonye die Viktoria in der elften Minute in Führung. Lucas Wolf erhöhte wenig später auf 2:0. Aachen meldete sich zunächst zurück. Lukas Scepanik verkürzte in der 22. Minute auf 1:2 und sorgte damit wieder für Hoffnung auf den Rängen. Doch die Gäste nutzten weitere Schwächen in der Aachener Hintermannschaft konsequent aus.

Tim Kloss traf in der 38. Minute, David Otto legte nur zwei Minuten später nach. Damit war der Rückstand bereits vor dem Seitenwechsel auf drei Tore angewachsen. Auch nach der Pause fand Aachen keine ausreichende defensive Stabilität. Niklas Castelle erhöhte in der 58. Minute auf 5:1 für die Gäste. Zwar belohnte sich Scepanik in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer des Tages, an der klaren Niederlage änderte dies jedoch nichts mehr.

Selimbegovic sieht Defizite in entscheidenden Momenten

Nach dem Schlusspfiff beschäftigte Mersad Selimbegovic insbesondere die Reaktion seiner Spieler auf die frühen Gegentore. Der Trainer hatte den Eindruck, dass seiner Mannschaft anschließend das Selbstvertrauen fehlte, um den Kölnern mit der notwendigen Entschlossenheit entgegenzutreten. Vor allem im Zweikampfverhalten und bei der Absicherung habe sein Team nicht das gewohnte Niveau erreicht. Gleichzeitig verwies Selimbegovic darauf, dass Aachen trotz des Rückstands weiterhin offensive Lösungen gesucht und sich durchaus Torchancen erarbeitet habe.

Die Schwierigkeiten beschränkten sich aus seiner Sicht deshalb nicht allein auf die Abwehr. Auch im gegnerischen Strafraum habe die notwendige Konsequenz gefehlt. Während Aachen eigene Gelegenheiten ungenutzt ließ, bestrafte die Viktoria Fehler auf der Gegenseite mit bemerkenswerter Effektivität. Dass sich diese Probleme ausgerechnet auf dem Tivoli zeigten, machte das Ergebnis für den Trainer besonders schmerzhaft. Die Enttäuschung über den Auftritt vor den eigenen Anhängern war ihm nach der Begegnung deutlich anzumerken.

Viel Zeit für Veränderungen bleibt allerdings nicht. Bereits am Mittwoch (14. Oktober, 19 Uhr) gastiert Alemannia Aachen beim SV Wehen Wiesbaden. Dort muss die Mannschaft zeigen, dass sie nach der deutlichen Niederlage wieder zu einer stabileren Spielweise zurückfinden kann. Gerade in der Defensive ist eine Reaktion gefragt, wenn die Alemannia nicht weiter an Boden verlieren möchte.

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