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„Setzen die Jungs immer besser um“: Selimbegović lobt Aachen nach Heimsieg

Foto: Lars Zimmermann/Sportfotografie

Alemannia Aachen hat sich mit dem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf den zweiten Heimsieg der Saison gesichert. Lukas Scepanik sorgte vor 30.083 Zuschauern bereits in der zehnten Minute für den entscheidenden Treffer. Nach der Partie überwog bei Trainer Mersad Selimbegović die Zufriedenheit, auch wenn er einen Punkt erneut kritisch ansprach: die Chancenverwertung.

Selimbegović schwärmt von Kulisse und 3. Liga

Für den Aachener Trainer war der Nachmittag am Tivoli nicht nur aufgrund des Ergebnisses besonders. Die große Kulisse und das Duell zweier traditionsreicher Vereine nahm Selimbegović zum Anlass, die Attraktivität der Spielklasse hervorzuheben. „Ich finde es überragend, was die 3. Liga hergibt“, sagte der 43-Jährige nach dem Abpfiff. Die Strahlkraft beider Klubs sei sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen zu spüren gewesen. Dass seine Mannschaft am Ende etwas mehr Grund zum Genießen hatte, sah Selimbegović als verdienten Lohn für den Auftritt.

Aachen hatte früh die Initiative übernommen und Düsseldorf mit intensivem Anlaufen vor Probleme gestellt. Scepaniks Führungstreffer nach zehn Minuten passte zum mutigen Beginn der Gastgeber. Gleichzeitig erinnerte Selimbegović daran, wie schnell die Fortuna Fehler bestrafen kann. Unmittelbar nach dem 1:0 musste die Alemannia eine gefährliche Situation überstehen.

Aachens Plan greift immer besser

Besonders zufrieden zeigte sich der Trainer mit der Entwicklung seiner Mannschaft gegen den Ball. Das aggressive Pressing soll nicht nur Ballgewinne erzwingen, sondern anschließend möglichst schnell in eigene Angriffe übergehen. „Unseren Plan, dass wir den Ball wild jagen und trotzdem sofort umschalten und Fußball spielen können, setzen die Jungs immer besser um“, erklärte Selimbegović. Genau dieser Ansatz war gegen Düsseldorf über weite Strecken zu erkennen. Auch nach der Pause, als die Gäste zunächst mehr Druck entwickelten, fand Aachen wieder zurück in die Partie. Ab der 62. Minute spielte die Alemannia nach der Gelb-Roten Karte gegen Elias Egouli zudem in Überzahl.

Chancenverwertung bleibt das große Thema

Dass es trotzdem bis zum Abpfiff spannend blieb, ärgerte Selimbegović. Aachen hatte mehrere Möglichkeiten, das 2:0 nachzulegen. Unter anderem vergaben Scepanik, Schroers, Köster und Starodid aussichtsreiche Situationen. „Wir müssen das Spiel heute aber früher entscheiden, dann haben wir auch Ruhe“, stellte der Trainer fest. Das Problem beschränkte sich aus seiner Sicht nicht auf die Partie gegen Düsseldorf. Schon während der Englischen Woche habe seine Mannschaft zu viele Möglichkeiten liegen gelassen. Bei besserer Chancenverwertung, so Selimbegović, wären zusätzliche Punkte möglich gewesen.

Am Ende blieb dieser Makel ohne Folgen. Aachen brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und belohnte sich für einen Auftritt, in dem Selimbegović insgesamt nur wenige Fehler seiner Mannschaft gesehen hatte.

Pause kommt für Aachen zum richtigen Zeitpunkt

Nach den intensiven vergangenen Tagen richtet sich der Blick nun zunächst auf die Regeneration. „Die Jungs haben sich die Pause jetzt verdient“, sagte Selimbegović. Einige Spieler seien angeschlagen, zudem habe die Mannschaft zuletzt viel investieren müssen. Die Unterbrechung soll deshalb genutzt werden, um Kräfte zu sammeln. Anschließend wartet bereits die nächste intensive Phase. Aachen geht mit einem Erfolgserlebnis hineinJa, und mit der Erkenntnis, dass der gewünschte Spielstil zunehmend funktioniert. Gelingt es der Alemannia künftig noch, ihre Möglichkeiten konsequenter zu nutzen, könnten solche Partien deutlich früher entschieden sein.

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