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Großaspach-Coach nach Last-Minute-K.o.: „Das geht in der 3. Liga nicht“

Foto: Waldhof Fotos

Für die SG Sonnenhof Großaspach endete das Gastspiel beim 1. FC Saarbrücken vergangenes Wochenende maximal bitter. In den letzten Sekunden kassierte die Mannschaft von Trainer Pascal Reinhardt den Treffer zum 1:2, anschließend richtete sich der Ärger des SG-Coaches vor allem gegen das Schiedsrichtergespann. Besonders die Handhabung der Nachspielzeit brachte Reinhardt auf die Palme.

Voet entscheidet die Partie ganz spät

Großaspach stand in Saarbrücken unmittelbar vor einem Punktgewinn, ehe Siemen Voet die Gastgeber doch noch jubeln ließ. Der entscheidende Treffer fiel praktisch mit der letzten Aktion der Begegnung. Für die SG war damit nicht nur die Niederlage schwer zu verdauen. Reinhardt störte sich vor allem daran, wie die Schlussphase von den Unparteiischen abgewickelt worden war. Im Interview bei „MagentaSport“ machte der Trainer deutlich, dass er sich mit seiner Wortwahl zunächst zurückhalten müsse. Über Schiedsrichter spreche er nach Niederlagen eigentlich nur ungern. Dabei blieb es allerdings nicht.

Reinhardt kritisiert Umgang mit der Nachspielzeit

Im Mittelpunkt seiner Kritik stand die Dauer der Partie. Nach Reinhardts Darstellung hatte es während der zusätzlichen Spielzeit eine konkrete Absprache darüber gegeben, wie lange nach einer Verletzungsunterbrechung noch gespielt werden sollte. Aus Sicht des Großaspacher Trainers lief die Begegnung anschließend jedoch länger als angekündigt. Saarbrücken bekam noch einmal die Möglichkeit zu einer Standardsituation und nutzte diese zum Siegtreffer. Besonders ärgerlich für Reinhardt: Nach dem 2:1 wurde die Partie beendet, ohne dass Großaspach noch einmal anstoßen konnte. „Das geht in der 3. Liga nicht“, lautete sein deutliches Urteil zur Abwicklung der letzten Minuten.

Der Coach sah seine Mannschaft dadurch in einer entscheidenden Phase benachteiligt. Gerade vor der aufgeheizten Kulisse in Saarbrücken sei es aus seiner Sicht problematisch gewesen, dass der Gastgeber noch einmal die Gelegenheit bekam, das Spiel auf seine Seite zu ziehen.

Auch Ärger über Verhalten an der Seitenlinie

Reinhardts Unzufriedenheit beschränkte sich allerdings nicht auf die Nachspielzeit. Schon während der ersten Hälfte hatte es Diskussionen an der Großaspacher Bank gegeben. Nach Aussage des Trainers musste sein Co-Trainer wiederholt Platz nehmen, weil nach Auffassung des vierten Offiziellen nur eine Person aus dem Trainerteam gleichzeitig stehen und coachen dürfe. Reinhardt verwies dagegen darauf, dass bei Standardsituationen ein Wechsel möglich sei. In der Halbzeit sei diese Einschätzung laut dem SG-Coach schließlich korrigiert worden.

Auch mehrere weitere Entscheidungen während der Begegnung sorgten bei Reinhardt für Unverständnis. Seine Wortwahl zeigte, wie tief der Frust nach dem späten Rückschlag saß.

Großaspach muss bitteren Rückschlag verarbeiten

Am Ergebnis ändert die Diskussion um die Schlussphase nichts: Großaspach fährt ohne Punkt aus Saarbrücken nach Hause. Dass die Entscheidung erst mit der letzten Aktion fiel, dürfte die Verarbeitung der Niederlage allerdings zusätzlich erschweren. Sportlich wird es für Reinhardt und seine Mannschaft nun darum gehen, den Fokus schnell wieder auf die kommenden Aufgaben zu richten. Die Aussagen des Trainers zeigen jedoch, dass dieser Abend aus Großaspacher Sicht nicht allein wegen des späten Gegentreffers noch länger nachwirken dürfte.

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