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7:1! Wehen Wiesbaden zerlegt Großaspach – Seitz-Serie hält an

Sieben Tore, ein deutlicher Heimsieg und der nächste Beleg für den Aufschwung unter Jochen Seitz: Der SV Wehen Wiesbaden hat die SG Sonnenhof Großaspach mit 7:1 (3:1) abgefertigt. Mit dem dritten Sieg im vierten Spiel unter seinem neuen Trainer setzt der SVWW seine positive Entwicklung eindrucksvoll fort. Besonders bemerkenswert war dabei die Chancenverwertung der Hessen, die trotz geringerer Ballbesitzanteile nahezu nach Belieben trafen.

Wiesbaden nutzt Großaspachs Schwächen konsequent aus

Die Begegnung in der Brita-Arena entwickelte sich schnell zu einer einseitigen Angelegenheit auf der Anzeigetafel. Dabei war Großaspach keineswegs ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt. Die Gäste versuchten immer wieder, eigene Angriffe aufzubauen, fanden gegen die gut organisierte Wiesbadener Hintermannschaft jedoch nur selten Lösungen. Anders präsentierten sich die Hausherren. Bereits in der 16. Minute brachte Marcus Müller den SVWW in Führung. Sein Abschluss wurde leicht abgefälscht und ließ Großaspachs Schlussmann Maximilian Reule keine Abwehrmöglichkeit.

Wiesbaden benötigte anschließend nicht viele Gelegenheiten, um den Vorsprung auszubauen. Florian Hübner erhöhte nach einer einstudiert wirkenden Freistoßvariante per Kopf auf 2:0 (30.), ehe Roberto Massimo fünf Minuten später einen Ballverlust der Gäste mit einem sehenswerten Treffer bestrafte. Ganz abschütteln ließ sich Großaspach zunächst allerdings nicht. Luca Molinari verkürzte in der 39. Minute auf 1:3 und sorgte dafür, dass die Gäste vor der Pause noch einmal Hoffnung schöpften. Tatsächlich bot sich kurz darauf sogar die Gelegenheit zum zweiten Treffer, doch Wiesbaden rettete den Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine.

Traumtor von Paula leitet Wiesbadener Torfestival ein

Wer nach dem Seitenwechsel auf eine Aufholjagd der Mannschaft von Trainer Pascal Reinhardt gehofft hatte, wurde schnell enttäuscht. Bereits in der 50. Minute stellte Fabian Greilinger nach Vorarbeit von Raul Paula den alten Abstand wieder her. Die endgültige Entscheidung fiel in der 66. Minute und hatte besonderen Unterhaltungswert. Nachdem Großaspachs Torhüter Reule weit aus seinem Kasten geeilt war, landete der Ball bei Paula. Der Wiesbadener reagierte blitzschnell und traf mit einem direkten Abschluss von der Mittellinie ins verlassene Tor.

Damit war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen. Gino Fechner schraubte das Ergebnis in der 72. Minute auf 6:1, bevor Robin Kalem in der Nachspielzeit nach einer Hereingabe von Niklas May per Volley den Schlusspunkt setzte. Bemerkenswert: Wiesbaden benötigte für seine sieben Treffer lediglich 41 Prozent Ballbesitz. Während Großaspach über längere Phasen den Ball kontrollierte, bestimmten die Gastgeber mit ihrer Konsequenz in den entscheidenden Situationen das Ergebnis.

Seitz setzt den Wiesbadener Aufschwung fort

Für Jochen Seitz könnte die Bilanz seiner ersten vier Ligaspiele als Wiesbadener Cheftrainer kaum erfreulicher ausfallen. Nach Erfolgen gegen den FC Ingolstadt (4:2) und Alemannia Aachen (3:0) sowie einem torlosen Unentschieden bei Jahn Regensburg gelang nun der bislang deutlichste Sieg seiner Amtszeit. Schon vor der Begegnung hatte Seitz insbesondere die verbesserte Defensivarbeit seiner Mannschaft hervorgehoben. „Die Mannschaft hat das überragend umgesetzt“, erklärte der Trainer mit Blick auf die beiden vorherigen Spiele ohne Gegentor.

Gegen Großaspach musste seine Mannschaft zwar wieder einen Gegentreffer hinnehmen, überzeugte dafür aber mit einer außergewöhnlichen offensiven Durchschlagskraft. Für die Gäste ist das Ergebnis dagegen ein empfindlicher Rückschlag. Nach dem jüngsten 3:2-Erfolg gegen Preußen Münster hatte Großaspach auf eine Fortsetzung des positiven Trends gehofft. Stattdessen offenbarten sich erneut erhebliche defensive Probleme. Bereits in den drei Ligaspielen zuvor hatte die SGS neun Gegentreffer kassiert. Während Wiesbaden unter Seitz weiter an Selbstvertrauen gewinnt und den Anschluss an höhere Tabellenregionen sucht, steht Großaspach nach dieser deutlichen Niederlage vor allem defensiv vor einer schwierigen Aufarbeitung.

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