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Vom FC Ingolstadt zum DFB-Team: Ex-Drittliga-Profi kann Nominierung kaum glauben

Vor anderthalb Jahren stand Felix Keidel noch für den FC Ingolstadt in der 3. Liga auf dem Platz. Nun gehört der 23-Jährige zum XXL-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Selbst Keidel konnte zunächst kaum glauben, welchen Sprung seine Karriere innerhalb kürzester Zeit genommen hat.

Keidels Weg begann beim FC Ingolstadt

Für Anhänger der 3. Liga ist Felix Keidel längst kein unbekannter Name. Der defensive Mittelfeldspieler durchlief beim FC Ingolstadt sämtliche Nachwuchsmannschaften und schaffte bei den Schanzern schließlich auch den Sprung in den Profifußball. Noch vor rund anderthalb Jahren lief Keidel für den FCI in der 3. Liga auf. Inzwischen hat sich seine sportliche Situation grundlegend verändert. Nach seinem Wechsel zur SV Elversberg setzte der Mittelfeldmann seine Entwicklung fort und stieg im vergangenen Sommer mit der SVE sogar in die Bundesliga auf.

Nun folgt der nächste große Schritt: Bundestrainer Jürgen Klopp berief Keidel in seinen 44 Spieler umfassenden XXL-Kader für die anstehenden Länderspiele.

„Habe ihn gefragt, ob er mich verarscht“

Mit einer Nominierung hatte Keidel offenbar selbst überhaupt nicht gerechnet. Vor einer Trainingseinheit wurde er von Elversbergs Co-Trainer Mike Frantz in die Kabine gebeten. „Da habe ich ihn zuerst gefragt, ob er mich verarscht“, so Keidel in einem Interview mit der „Sportschau“. Wenig später war klar: Die Nachricht war kein Scherz. „Aber es war dann tatsächlich wahr. Am selben Tag kam noch der Anruf von Jürgen Klopp und ich habe mich riesig gefreut.“

Auch das erste Telefonat mit dem neuen Bundestrainer dürfte Keidel so schnell nicht vergessen. Auf seine höfliche Frage, wie es Klopp gehe, machte dieser direkt deutlich, dass es innerhalb der Nationalmannschaft etwas lockerer zugehen darf. „Das Sie kann ich lassen“, habe Klopp ihm erklärt. Stattdessen heiße es künftig schlicht: „Du und Jürgen.“

Vom Drittliga-Spieler zum Nationalspieler

Keidels Entwicklung zeigt, wie schnell es im Profifußball gehen kann. Beim FC Ingolstadt sammelte er seine ersten Erfahrungen im Herrenbereich, ehe seine Karriere nach dem Abschied von den Schanzern weiter Fahrt aufnahm. Mit Elversberg gelang ihm der Sprung in die Bundesliga. Dort machte der 23-Jährige ebenfalls auf sich aufmerksam und erzielte in der laufenden Saison unter anderem einen Treffer gegen Borussia Mönchengladbach.

Die Berufung in die Nationalmannschaft stellt nun den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere dar. Gleichzeitig schreibt Keidel bei seinem aktuellen Klub Geschichte: Noch nie zuvor hatte es ein Spieler der SV Elversberg in die deutsche A-Nationalmannschaft geschafft.

Keidel stößt Anfang Oktober zum DFB-Team

Bei den zunächst anstehenden Begegnungen gegen die Niederlande und Griechenland ist Keidel noch nicht eingeplant. Zum DFB-Aufgebot soll der frühere Ingolstädter stattdessen für die Partien am 1. Oktober gegen Serbien und am 4. Oktober gegen Griechenland stoßen. Damit liegt zwischen seinem letzten Kapitel in der 3. Liga und der ersten Berufung zur deutschen Nationalmannschaft nur vergleichsweise wenig Zeit.

Für den FC Ingolstadt ist Keidels Entwicklung zugleich ein bemerkenswertes Beispiel dafür, welchen Weg ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nehmen kann: von der Schanzer Jugend über die 3. Liga und die Bundesliga bis hinein in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft.

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