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Giannikis lobt FCS-Auftritt: „Sehr stolz auf die Mannschaft“

Der 1. FC Saarbrücken hat die richtige Antwort auf die Niederlage gegen den MSV Duisburg gegeben. Beim 3:1-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf drehte die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis einen frühen Rückstand und blieb damit auch im fünften Auswärtsspiel dieser Drittliga-Saison ungeschlagen. Neben der Effizienz vor dem Tor überzeugte der FCS vor allem mit taktischer Disziplin und großer Geschlossenheit.

Früher Schock, schnelle Antwort

Der Start in die Partie verlief für Saarbrücken alles andere als ideal. Düsseldorf kam mit viel Schwung aus der Kabine und setzte die Gäste früh unter Druck. Jorrit Hendrix verpasste nach sieben Minuten noch knapp, drei Minuten später nutzte die Fortuna ihre Anfangsphase dann zur Führung: Hendrix bediente Jordi Paulina, der frei vor Matteo Bignetti zum 1:0 traf. Für den FCS hätte dieser frühe Treffer zum Problem werden können. Stattdessen zeigte die Mannschaft eine Reaktion, die nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Duisburg besonders wichtig war. Nur drei Minuten nach dem Rückstand brachte Freddy Bretschneider den Ball in den Strafraum, Kai Brünker stand richtig und vollendete zum 1:1. Für den Angreifer war es bereits der fünfte Saisontreffer.

„Jedes Tor fühlt sich gut an“, sagte Brünker nach der Partie. Wichtiger war für ihn aber der Auftritt der gesamten Mannschaft: Der FCS habe „sehr geschlossen“ gespielt und große Mentalität gezeigt. Besonders beeindruckt zeigte sich der Angreifer von der Unterstützung der mitgereisten Fans. Der Blick in den Saarbrücker Block sei „überragend“ gewesen – Brünker sprach sogar von „Bundesliganiveau“.

Owusu sorgt für den Wendepunkt

Nach dem Ausgleich entwickelte sich eine offenere Begegnung. Saarbrücken fand besser in die Partie, kam durch Gökdeniz Gürpüz zu einer guten Möglichkeit und stellte Düsseldorf vor allem über das Tempo von Kelsey Owusu immer wieder vor Aufgaben. Die Gastgeber hatten zwar phasenweise mehr Ballbesitz, fanden aber nur selten klare Wege durch die Saarbrücker Ordnung.

Die entscheidende Szene folgte kurz nach der Pause. In der 50. Minute verlängerte Brünker einen hohen Ball auf Owusu. Der Außenspieler setzte sich auf der linken Seite erst gegen Elias Egouli durch, ließ anschließend auch Tim Oberdorf stehen und schloss zur 2:1-Führung ab. Es war der Moment, der die Partie endgültig auf die Seite der Gäste zog.

Giannikis sprach anschließend von einem „verdienten Sieg“. Seine Mannschaft sei nach dem Rückstand „sehr gut zurückgekommen“ und habe das 1:1 „sehr schön“ ausgespielt. Entscheidend war aus Sicht des Trainers aber nicht nur die Reaktion, sondern auch die Umsetzung des Matchplans.

Giannikis lobt taktische Disziplin

Der FCS-Trainer sah einen Auftritt, der sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugte. Saarbrücken habe die Partie „taktisch super umgesetzt“, sagte Giannikis. Seine Mannschaft sei leidenschaftlich aufgetreten, habe aber auch mit dem Ball gute Lösungen gefunden. Ein zentraler Punkt war dabei die Arbeit gegen Düsseldorfs Zentrum. Laut Giannikis gelang es dem FCS, die Fortuna immer wieder aus der Mitte nach außen zu lenken. Dadurch habe Saarbrücken viele Angriffe auf Flankenverteidigung reduzieren können. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sagte der Trainer. Auch die Unterstützung der vielen mitgereisten Fans hob Giannikis hervor.

Defensiv stabil, vorne konsequent

Nach der Führung veränderte sich die Statik des Spiels. Saarbrücken verteidigte kompakter, lauerte auf Umschaltmomente und zwang Düsseldorf dazu, mit zunehmender Spieldauer mehr Risiko zu gehen. Die Fortuna bemühte sich um Druck, kam aber nur selten wirklich zwingend durch. Bignetti musste in der 64. Minute bei einem Distanzschuss von Hendrix eingreifen. Die größte Ausgleichschance hatte Lukas Bornschein kurz vor Schluss, als er nach einer Ecke aus guter Position knapp am Tor vorbeiköpfte. Dass Düsseldorf in dieser Phase nicht zurückkam, lag auch an der konzentrierten Arbeit der Saarbrücker Defensive.

Kurz vor dem Ende machte der FCS den Sieg perfekt. Kaan Caliskaner behauptete im Gegenangriff den Ball gegen zwei Düsseldorfer und setzte Alexander Staff ein. Der eingewechselte Angreifer blieb frei vor dem Tor ruhig und schob in der 90. Minute zum 3:1 ein.

FCS hält Kontakt nach oben

Für Saarbrücken hat dieser Auswärtssieg mehrere Ebenen. Nach nur einem Sieg aus den vorherigen fünf Ligaspielen brauchte der FCS nicht nur Punkte, sondern auch ein Zeichen. In Düsseldorf gelang beides: Die Mannschaft zeigte nach einem Rückstand Stabilität, nutzte ihre Chancen konsequent und verteidigte den Vorsprung in der zweiten Halbzeit mit hoher Disziplin. Mit nun 17 Punkten bleibt Saarbrücken in Reichweite der Spitzengruppe. Gleichzeitig bestätigt der FCS seine Auswärtsstärke: Auch nach dem Auftritt vor 34.049 Zuschauern in Düsseldorf ist die Mannschaft in der Fremde weiterhin ungeschlagen.

Für Fortuna Düsseldorf ist das 1:3 dagegen ein Rückschlag. Nach dem Erfolg bei Preußen Münster verpasste die Mannschaft von Alexander Ende die Chance, sich im oberen Tabellenbereich weiter festzusetzen. Saarbrücken kann den Sieg nun als Grundlage für die nächsten Aufgaben nutzen. Am 25. Oktober geht es zum TSV Havelse. Sollte der FCS dort nachlegen, würde der Erfolg in Düsseldorf nicht nur als Reaktion auf Duisburg gelten, sondern als möglicher Wendepunkt in Richtung Spitzengruppe.

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