Der SV Wehen Wiesbaden verbindet sein Ziel 2. Bundesliga mit konkreten Veränderungen abseits des Spieltags. Bei der Mitgliederversammlung am Dienstag stellte der Verein seine weitere Entwicklung bis 2030 vor. Ein neuer Trainingsplatz soll noch im November nutzbar werden. Zugleich wächst der Aufsichtsrat der ausgegliederten Fußballgesellschaft.
Strategie 2030: Neuer Trainingsplatz soll Ende November fertig sein
Auf dem Halberg steht nach Vereinsangaben der erste von mehreren Bauabschnitten vor dem Abschluss. Vizepräsident Jürgen Fladung kündigte an, dass der Hybridrasenplatz mit Rasenheizung Ende November fertiggestellt werden soll. Anschließend ist die Nutzung durch die Profimannschaft vorgesehen. Geschäftsführungssprecher Tobias Keller ordnete die Vorhaben in die Strategie 2030 ein. Zum angestrebten Zweitliga-Niveau sollen leistungsfähige Trainingsbedingungen und die Weiterentwicklung der Arena passen. Die Mitteilung beschreibt damit die längerfristige Ausrichtung des Klubs; einen verbindlichen Aufstiegstermin nennt sie nicht.
Auch bei seiner Basis meldet der Verein Wachstum: Die Mitgliederzahl ist nach eigenen Angaben binnen eines Jahres um 20 Prozent gestiegen und liegt inzwischen knapp unter 1.000.
Sandro Zehner übernimmt ein ehrenamtliches Mandat
Parallel verstärkt Sandro Zehner das Kontrollgremium der SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH. Die Gesellschafterversammlung wählte den Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises in den Aufsichtsrat. Er ergänzt Markus Hankammer, Jürgen Fladung und Harald Brandes. Das Gremium zählt damit vier Mitglieder; Zehners Mandat ist ehrenamtlich.
„Der SVWW verfolgt ambitionierte Ziele, auf dem Platz wie daneben“, erklärte Hankammer in der Vereinsmitteilung. Zehner kennt den Klub seit Jahren und hat bereits Mitgliederversammlungen geleitet. Vor seiner Tätigkeit als Landrat war er von 2014 bis 2023 Bürgermeister von Taunusstein.
Sportlicher Rückenwind unter Seitz
Die strukturellen Pläne fallen in eine erfolgreiche sportliche Phase. Mit dem 4:1 beim SC Verl am vergangenen Samstag baute die Mannschaft von Jochen Seitz ihre Ausbeute auf 13 Punkte aus den jüngsten fünf Ligaspielen aus. Die eingewechselten Robin Kalem und Niklas May trafen in der Nachspielzeit und machten den Auswärtssieg deutlich. Nach zwölf Spieltagen steht Wiesbaden mit 18 Punkten auf Rang sechs. Am Samstag, 7. November, folgt um 14 Uhr das Heimspiel gegen den TSV Havelse. Damit bekommt die Mannschaft die nächste Gelegenheit, ihre zuletzt gewachsene Position zu festigen.
Die Verbindung liegt in den unterschiedlichen Zeiträumen: Seitz’ Team liefert derzeit Ergebnisse, während der Verein die Arbeitsbedingungen für kommende Spielzeiten ausbauen will. Der angekündigte Bauabschluss am Halberg ist der nächste Schritt, an dem sich die Umsetzung der Pläne ablesen lässt.



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