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Preußen Münster gegen Fortuna Köln: Wörle warnt vor dem Tabellenvorletzten

Mit Fortuna Köln wartet am Sonntag (16:30 Uhr) eine unangenehme Aufgabe auf den SC Preußen Münster. Der Aufsteiger steckt zwar im Tabellenkeller der 3. Liga, stellt aber die beste Defensive der gesamten Spielklasse. Trainer Thomas Wörle warnt deshalb vor einer schwierigen Partie und fordert von seiner Mannschaft vor allem mehr Konstanz. Vor über 13.000 erwarteten Zuschauern soll der nächste Schritt gelingen.

Fortuna Köln: Defensivstark, aber offensiv harmlos

Die Ausgangslage vor dem Duell im LVM-Preußenstadion könnte unterschiedlicher kaum sein. Mit lediglich zehn Punkten belegt Fortuna Köln den vorletzten Tabellenplatz. Dabei fällt die Mannschaft von Trainer Matthias Mink vor allem durch ihre ungewöhnliche Bilanz auf: Erst elf Gegentreffer bedeuten den Bestwert der 3. Liga, während die lediglich acht erzielten Tore den schwächsten Angriff der Liga darstellen. Für Münsters Trainer Thomas Wörle sind die Kölner dennoch alles andere als ein einfacher Gegner. Der Regionalliga-Meister konnte im Sommer große Teile seines Aufstiegskaders zusammenhalten. Acht Abgängen standen ebenso viele Neuzugänge gegenüber.

„Sie sind eine sehr eingespielte Mannschaft“, erklärt Wörle. Besonders die defensive Organisation und das aggressive Pressing machen die Fortuna aus Sicht des 44-Jährigen gefährlich. Hinzu kommt individuelle Qualität: Mit Jannik Mause und Cedric Harenbrock verpflichteten die Kölner zwei erfahrene Offensivspieler. Dass Münster angesichts der Tabellenkonstellation automatisch als Favorit gelten müsse, sieht Wörle kritisch. Schließlich hätten die bisherigen Leistungen seiner Mannschaft gezeigt, dass Tabellenplätze allein wenig über den tatsächlichen Spielverlauf aussagen.

Wörle fordert mehr Konstanz über 90 Minuten

Ein wiederkehrendes Problem der Preußen war zuletzt die fehlende Konsequenz, gute Spielphasen auch in entsprechende Ergebnisse umzumünzen. Selbst gegen den Tabellendritten Rot-Weiss Essen sah Wörle seine Mannschaft über längere Strecken im Vorteil. Entsprechend deutlich formuliert der Cheftrainer seine Erwartungen: „Wir müssen die Aufmerksamkeit hochhalten, über 90 Minuten wachsam bleiben, das Spiel lesen und antizipieren.“

Gerade den zahlreichen jungen Spielern im Kader verlangt die 3. Liga einiges ab. Wörle betrachtet die Anpassung an die körperlichen und taktischen Anforderungen als einen Entwicklungsprozess, der Zeit benötigt. Gegen Fortuna Köln wird es deshalb nicht nur auf spielerische Lösungen ankommen. „Wir brauchen die richtige Balance und viel Geduld“, so der Preußen-Coach.

Pokalerfolg gibt Selbstvertrauen – Personalsorgen bleiben

Immerhin konnte Münster unter der Woche ein Erfolgserlebnis verbuchen. Im Westfalenpokal setzte sich der Drittligist bei der SG Wattenscheid nach zwischenzeitlichem 0:1-Rückstand mit 3:2 durch und erreichte das Viertelfinale. Besonders die Reaktion seiner Mannschaft beeindruckte Wörle. „Wie wir das Spiel am Ende noch gezogen haben, hat mich sehr beeindruckt“, erklärte der Trainer nach dem vierten Pflichtspiel innerhalb von zwölf Tagen.

Bis zum Heimspiel am Sonntag bleiben den Münsteranern immerhin vier Tage zur Regeneration. Personell ist die Situation allerdings weiterhin angespannt. Simon Scherder, Marvin Schulz, Luca Bolay, Ryan Johansson und Oscar Vilhelmsson fallen verletzungsbedingt aus. Zudem stehen hinter einigen erkrankten Spielern noch Fragezeichen.

Über 13.000 Zuschauer erwartet

Unterstützung von den Rängen dürfte den Preußen dagegen sicher sein. Trotz zusätzlicher Sitzplätze im Gästeblock G ist der Heimbereich nahezu ausverkauft. Insgesamt werden mehr als 13.000 Zuschauer erwartet. Auch die gemeinsame Vergangenheit verleiht dem Aufeinandertreffen einen besonderen Rahmen. Bereits 50-mal standen sich beide Vereine in Punktspielen gegenüber, von der Regionalliga bis hin zur 2. Bundesliga.

Für die Preußen zählt am Sonntag jedoch vor allem die Gegenwart. Nach zuletzt wechselhaften Auftritten bietet das Heimspiel gegen den defensivstarken Aufsteiger die nächste Gelegenheit, spielerische Fortschritte endlich wieder mit einem Erfolgserlebnis in der Liga zu verbinden.

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