Zehn Punkte hatte der SSV Jahn Regensburg in dieser Saison bereits nach Führungen abgegeben. Gegen Hansa Rostock hielt das 2:1 diesmal bis zum Schluss, auch dank eines Spielers, der zuletzt außen vor geblieben war. Benedikt Bauer wurde nach fünf Partien ohne Einsatz zur Pause eingewechselt und erzielte wenig später den entscheidenden Treffer.
Eine Halbzeit reicht für die Rückmeldung
Trainer Sascha Hildmann brachte Bauer und David Philipp nach dem Seitenwechsel für Oscar Schönfelder und Wurm. Zugleich stellte er auf eine Viererkette um. Die personellen und taktischen Änderungen wirkten schnell: Nach dem Ausgleich durch Lucas Hermes in der 49. Minute schoss Bauer die Jahnelf in der 52. Minute aus der Distanz in Führung.
Für den zuvor nicht berücksichtigten Spieler war es eine unmittelbare Bestätigung seiner Arbeit. „Man muss positiv bleiben und im Training alles geben“, so Bauer nach der Partie. Hildmann hob dort die Schussstärke seines Einwechselspielers hervor. Bauer hatte also eine Qualität eingebracht, die sein Trainer schon aus dem täglichen Training kannte.
Die Führung diesmal ins Ziel gebracht
Wie viel der Sieg über die persönliche Geschichte hinaus bedeutet, zeigt eine Zahl aus Regensburgs offiziellem Vorbericht: Vor dem Duell mit Rostock hatte der Jahn bereits zehn Punkte nach zwischenzeitlichen Führungen abgegeben. Gegen Hansa blieb der Vorsprung dagegen bestehen. „Es zeigt, wir können eine knappe Führung auch über die Zeit bringen“, so Hildmann.
Dafür musste Regensburg nach dem Doppelschlag weiter arbeiten. Der dritte Treffer fiel nicht, und Hansa blieb gefährlich. Torhüter Hannes Hermann war in der zweiten Halbzeit gegen Krauß zur Stelle, später blockte Lukas Mühl eine weitere Rostocker Gelegenheit. Zur Einordnung gehört allerdings ebenso der Spielverlauf vor der Pause. Rostocks Leon Dajaku hatte zunächst die Führung erzielt, sah anschließend aber Gelb-Rot. Der Jahn bestritt die zweite Halbzeit somit in Überzahl, zum Vorteil des Gastgebers.
Mit 13 Punkten nach Meppen
Der Erfolg beendet eine Serie von drei Ligaspielen ohne Sieg. Auf die Unentschieden gegen Verl und Wiesbaden war zuletzt eine Niederlage bei Rot-Weiss Essen gefolgt. Jetzt steht Jahn Regensburg nach zwölf Partien bei 13 Punkten. Am Sonntag, 8. November, geht es um 13:30 Uhr beim SV Meppen weiter. Bauer hat mit seinem entscheidenden Beitrag ein sportliches Argument für weitere Einsatzzeit geliefert. Ob daraus ein Platz in der Startelf wird, bleibt Hildmanns nächste Entscheidung.



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