In Saarbrücken wird derzeit heftig über den Bau eines Campus für die Profifußballer des 1. FC Saarbrücken diskutiert. Die Stadt hat einen Bauantrag abgelehnt.
Da die derzeitigen Trainingsbedingungen auf dem Sportplatz nicht ausreichen, hat Salvo Pitino, Vizepräsident des FCS, einen Bauantrag für einen Profi-Campus gestellt. Die Stadt lehnte den Antrag jedoch ab, da es sich ihrer Meinung nach um ein rein privates Projekt handelte und weder die Maxi Sports GmbH noch Salvo Pitino eine Vereinbarung oder Absichtserklärung vorlegen konnten, aus der hervorging, dass der FCS hinter dem Projekt stand.
Keine Grundlage für private Bauprojekte auf städtischen Flächen ohne Vereinbarung mit Stadt
Die Stadt hatte bereits im September 2021 eine solche Vereinbarung gefordert, um überhaupt in ein geordnetes Verfahren eintreten zu können. Ohne diese Grundlage hat das Projekt bis heute weder eine baurechtliche noch eine planungsrechtliche Grundlage. Eine Anfrage der Maxi Sports GmbH im Namen von Salvo Pitino nach städtischen Flächen lehnte das Liegenschaftsamt im Juni 2022 ab, da es keine Grundlage für das private Vorhaben gibt und die Stadt die Fläche zudem als Ausgleichsfläche für städtebauliche Entwicklungsvorhaben vorhält.
Der Verein benötigt jedoch dringend neue Trainingsmöglichkeiten. Die Stadt ist sich dessen bewusst und betont, dass der 1. FC Saarbrücken der Ansprechpartner für Infrastrukturprojekte des Vereins ist, wie aus einem aktuellen Bericht der „Bild“ hervorgeht. Es bleibt abzuwarten, ob und wie Stadt und Verein zusammenarbeiten werden, um die Trainingsbedingungen für die Saarbrücker zu verbessern.



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