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Vor Spiel zwischen dem 1.FC Saarbrücken und Dynamo Dresden: GdP schlägt Alarm

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Landesbezirk Saarland meldet sich erneut wegen des anhaltenden Personalmangels bei der saarländischen Polizei zu Wort. Vor dem kommenden Spiel am Wochenende zwischen dem 1. FC Saarbrücken gegen Dynamo Dresden am 29. Oktober 2023 steht die saarländische Polizei erneut vor einer Herausforderung, die ihre Kapazitäten übersteigt. Die GdP stellt nun klare Forderungen.

Bereits beim Großeinsatz der Polizei anlässlich des Fußballspiels zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem SV Waldhof Mannheim am 23. September 2023 wurde die prekäre Personalsituation deutlich. Die saarländische Polizei kann auch an diesem Wochenende beim Spiel zwischen dem 1.FC Saarbrücken und Dynamo Dresden nur in geringem Umfang auf Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern zurückgreifen. Dies hat zur Folge, dass die saarländische Polizei erneut zu unkonventionellen Maßnahmen greifen muss, um den Einsatz zu bewältigen.

Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen der Polizei, darunter auch Teile des Polizeiorchesters, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Büros der Polizeiinspektionen sowie Polizeibeamtinnen und -beamte, die schon länger keine Erfahrungen mehr mit Fußballeinsätzen haben, werden erneut als Einsatzkräfte eingesetzt.

Julia Schweitzer von der GdP Saarland warnt vor massiven Dauerbelastungen der Polizeikräfte

Julia Schweitzer, stellvertretende Landesvorsitzende der GdP Saarland, äußerte sich besorgt: „Trotz des Unmutes der Kolleginnen und Kollegen wird alles möglich gemacht. Diese massiven Dauerbelastungen gehen an die Substanz und machen die Kolleginnen und Kollegen auf Dauer krank.“ Das Spiel zwischen dem 1.FC Saarbrücken und der SG Dynamo Dresden gilt als Hochsicherheitsspiel. Dabei stellt Julia Schweitzer jedoch fest, dass man bereits „überm Limit“ ist. Konkret meint sie: „Unsere Einsatzkräfte kommen nicht mehr aus den Stiefeln, wir haben zu wenig Personal für zu viel Einsatzbelastung.“

GdP fordert Flexibilitätszulage und Zusatzurlaub für belastete Polizeikräfte

Die GdP erneuert ihre Forderung nach einer „Flexibilitätszulage“ für die Kräfte der Operativen Einheit Flex (OpE) und der Bereitschaftspolizei, die häufig kurzfristig zu Einsätzen gerufen werden. Ebenso wird ein Zusatzurlaub gefordert, wenn Polizistinnen und Polizisten regelmäßig an Wochenenden im Dienst sind, obwohl zu Hause wichtige familiäre Ereignisse anstehen. Die aktuellen Personalengpässe sind das Ergebnis von Entscheidungen, die vor mehreren Jahren getroffen wurden. „Auch wenn uns das neue Personal erst bei den Fußballbegegnungen in knapp 5 Jahren helfen könnte, gilt es jetzt den Personalaufbau durch Erhöhung der jährlichen Einstellungszahlen zu beschleunigen, um zukünftig unsere Kolleginnen und Kollegen zu entlasten„, so Schweitzer weiter.

Darüber hinaus fordert die GdP Sofortmaßnahmen der Politik, um eine sofortige Entlastung der saarländischen Polizei zu gewährleisten:

  • Einstellung von zusätzlichen Tarifbeschäftigten zur sofortigen Entlastung des Vollzugsbereichs.
  • Sofortige Einstellung von fertig ausgebildeten Polizeivollzugsbeamten und -beamtinnen aus anderen Bundesländern durch „externe Stellenausschreibungen“, ähnlich wie bereits 1999 praktiziert.
  • Eine ehrliche Überprüfung von (Polizei-)vollzugsfremden Aufgaben, wie beispielsweise der Verkehrsunfallaufnahme bei Bagatellschäden („Parkplatzrempler“).

Das Spiel des 1. FC Saarbrücken gegen die SG Dynamo Dresden am Wochenende ist wohl nicht gefährdet, dennoch zeigt sich die GdP besorgt über die aktuelle Situation und fordert schnelle Sofortmaßnahmen.

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