Erneuter Rückschlag für den SV Waldhof Mannheim: Nach der 0:2-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen steckt das Team von Trainer Rüdiger Rehm weiter tief in der Krise. Sportvorstand Tim Schork kündigte nach der Partie an der Hafenstraße eine eingehende Analyse mit dem Trainerstab an. Am Trainerstuhl will man aber nicht rütteln.
In den letzten fünf Spielen im Oktober und den ersten beiden im November versuchte der SV Waldhof Mannheim verzweifelt, wieder einen Sieg in der 3. Liga einzufahren.Nach dem vielversprechenden 3:1-Sieg gegen Freiburg II Ende September blieb der letzte Dreier aus. In den letzten drei Spielen traf die Mannschaft nicht einmal ins gegnerische Tor – eine beunruhigende Flaute vor dem gegnerischen Kasten. Das Auswärtsspiel gegen Rot-Weiss Essen gestaltete sich zusätzlich schwierig, da bereits in den ersten zwölf Minuten zwei Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten.
Schork warnt vor gegenseitigen Schuldzuweisungen
Außenverteidiger Madeno Albenas schied mit einer Muskelverletzung aus, Torhüter Jan-Christoph Bartels musste nach einem Zusammenprall mit einer Platzwunde am Kinn vorzeitig ausgewechselt werden. Trotz der Rückschläge sah Rehm sein Team „eigentlich gut im Spiel„. Die Mannschaft habe dem Gegner zugesetzt, ihm wehgetan, aber vor dem Tor habe die Effizienz gefehlt. Ein Doppelschlag der Essener innerhalb von sechs Minuten besiegelte das nächste Negativerlebnis für den SV Waldhof Mannheim. Zuvor hatte Mannheims Keeper Lucien Hawryluk einen Elfmeter gehalten.
Mit nunmehr acht Spielen ohne Sieg bleibt Mannheim auf einem direkten Abstiegsplatz. Sportvorstand Tim Schork kündigte im „Mannheimer Morgen“ eine umfassende Analyse an, betonte aber, „dass wir nicht am Trainerstuhl rütteln„. Die Analyse werde gemeinsam mit Rüdiger Rehm angegangen und Schork warnte vor „gegenseitigen Schuldzuweisungen„, die niemandem weiterhelfen würden.


