Der Aufsichtsrat der SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH hat einstimmig beschlossen, den zum 30.06.2025 auslaufenden Vertrag mit Geschäftsführer Markus Kompp nicht zu verlängern. Darüber hinaus wird intensiv an einer vorzeitigen einvernehmlichen Vertragsauflösung gearbeitet.
Markus Kompp tritt einst die Nachfolge von Stephan Pfitzenmeier an. Pfitzenmeier verließ den Verein nach der Entscheidung des damaligen Präsidiums, dass Bernd Beetz (Coty) und nicht die Mittelstandsvereinigung „Mannheimer Runde“ als Investor in die Spielbetriebs-GmbH einsteigen sollte. Kompp kann auf eine abwechslungsreiche Karriere zurückblicken, die Stationen bei der SpVgg Bayreuth, dem BSC Schwarz-Weiß Rehden (Regionalliga Nord) sowie eine kurze Amtszeit als Vorstandsvorsitzender bei Hansa Rostock umfasst. Nun steht Kompp vor dem Aus beim SV Waldhof Mannheim. Der Vertrag soll nicht verlängert werden. Außerdem arbeitet man „intensiv an einer Lösung, den Vertrag mit Markus Kompp bereits zu einem früheren Zeitpunkt einvernehmlich aufzulösen„, heißt es in einer Pressemitteilung der Mannheimer.
Konflikt eskaliert nach Tribünen-Selbstverwaltungs-Entzug
Bei den Mannheimer Fans fiel Kompp spätestens nach dem Relegationsspiel gegen den KFC Uerdingen im Mai 2018 in Ungnade. Damals entzog der 41-Jährige der organisierten Fanszene die Selbstverwaltung der Otto-Siffling-Tribüne. Dieser Schritt markierte den Beginn eines Konflikts zwischen Kompp und der aktiven Fanszene, der sich in den folgenden Jahren bis heute immer wieder in verschiedenen Protestaktionen manifestierte. Erst kürzlich wurden wieder die „Kompp-Raus„-Rufe auf der Mitgliederversammlung lauter, was auch der Präsident der Mannheimer, Bernd Beetz, zur Kenntnis nahm.


