Die Zukunft von Mika Schroers bleibt eines der beherrschenden Themen bei Alemannia Aachen. Obwohl der Offensivspieler den nächsten Karriereschritt anstrebt und Interesse aus der 2. Bundesliga besteht, stellt sich der Drittligist bislang quer. Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi hat nun zudem angedeutet, dass der Umgang des Angreifers mit der Situation intern nicht unbemerkt geblieben ist.
Azzouzi macht die Vereinsposition deutlich
Dass Mika Schroers den Sprung in die 2. Bundesliga anpeilt, ist längst kein Geheimnis mehr. Nach einer herausragenden Saison mit 21 Treffern und elf Vorlagen in 35 Drittligaspielen gilt der 24-Jährige als einer der begehrtesten Offensivspieler der Liga. Dennoch hält Alemannia Aachen bislang an seiner harten Linie fest. Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi hatte bereits mehrfach betont, dass der Verein den Angreifer nicht verkaufen müsse. Sollte es dennoch zu einem Transfer kommen, müsse ein Interessent eine Ablösesumme zahlen, die dem sportlichen Wert des Stürmers entspricht.
Nürnberg bekundet Interesse – Einigung noch nicht in Sicht
Als konkreter Interessent gilt derzeit der 1. FC Nürnberg. Sportdirektor Joti Chatzialexiou bestätigte gegenüber den Nürnberger Nachrichten, dass Schroers grundsätzlich ins Anforderungsprofil passe und der Mannschaft mit seiner Qualität helfen könne. Gleichzeitig machte er deutlich, dass beide Klubs bei den finanziellen Rahmenbedingungen noch deutlich auseinanderliegen. Damit bleibt offen, ob der Wechselwunsch des Angreifers in diesem Sommer tatsächlich Realität wird.
Azzouzi deutet Unzufriedenheit im Training an
Für zusätzliche Brisanz sorgen Aussagen von Azzouzi gegenüber der Aachener Zeitung. Ohne Schroers direkt beim Namen zu nennen, sprach der 55-Jährige über unterschiedliche Reaktionen von wechselwilligen Spielern. Als positives Beispiel hob er Faton Ademi hervor, der trotz Spekulationen über seine Zukunft professionell auftrete. Demgegenüber gebe es auch Spieler, denen ihre Unzufriedenheit deutlich anzumerken sei. Dieses Verhalten ändere jedoch nichts an der Ausgangslage, stellte Azzouzi klar.
Gleichzeitig bemühte sich der Sport-Geschäftsführer um eine differenzierte Einordnung. Schroers verfüge über einen guten Charakter und müsse mit der schwierigen Situation erst einmal umgehen. Dennoch betonte Azzouzi, dass es dabei klare Grenzen gebe.
Aachen steht vor einer schwierigen Entscheidung
Ein Abschied des Torjägers würde die Alemannia sportlich empfindlich treffen. Bereits mit Lars Gindorf hat der Verein einen wichtigen Offensivspieler verloren, nachdem dessen Leihe von Hannover 96 ausgelaufen ist. Ein weiterer Verlust im Angriff würde die Planungen für die neue Saison erheblich erschweren. Aus Sicht von Schroers erscheint der Schritt in die 2. Bundesliga nach seiner starken Entwicklung nachvollziehbar. Für Aachen bleibt jedoch entscheidend, dass ein möglicher Transfer wirtschaftlich den Vorstellungen des Vereins entspricht. Solange keine Einigung erzielt wird, dürfte das Wechselthema den Traditionsklub weiter begleiten.



