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Alemannia trotz 0:1 überzeugt: Selimbegovic hadert mit verpassten Chancen

Foto: Lars Zimmermann/Sportfotografie

Alemannia Aachen hat sich bei den Würzburger Kickers für einen engagierten Auftritt nicht belohnt. Nach dem 0:1 rückte Trainer Mersad Selimbegovic weniger das Ergebnis als die Art und Weise in den Mittelpunkt. Aus seiner Sicht fehlte seiner Mannschaft vor allem die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor.

Aachen nutzt seine Möglichkeiten nicht

Am Ende stand für Alemannia Aachen eine Niederlage, die nach Einschätzung von Mersad Selimbegovic nur wenig über den Spielverlauf aussagte. Seine Mannschaft erspielte sich insbesondere vor der Pause mehrere Möglichkeiten, brachte den Ball jedoch nicht im Würzburger Tor unter. Selimbegovic sprach anschließend bei „MagentaSport“ von einer „Topleistung“ seiner Mannschaft und verwies auf zahlreiche hochkarätige Chancen in der ersten Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel sah der Trainer Aachen spielbestimmend. Die Gastgeber hätten sich dagegen zunehmend zurückgezogen und auf Umschaltsituationen gesetzt. Umso ärgerlicher war aus Aachener Sicht der entscheidende Treffer. Selimbegovic sprach davon, dass seine Mannschaft das Gegentor „aus dem Nichts“ kassiert habe.

Selimbegovic sieht keinen Grund für Kritik an seiner Mannschaft

Dass eine dominante Vorstellung nicht zwangsläufig zu Punkten führt, musste Aachen in Würzburg schmerzhaft erfahren. Selimbegovic brachte seinen Frust mit einem grundsätzlichen Vergleich auf den Punkt: „Fußball ist vielleicht die einzige Sportart, in der die Mannschaft, die über 90 Minuten klar besser und dominanter ist, nicht gewinnt.“

Seiner Mannschaft wollte der Alemannia-Coach deshalb keinen Vorwurf machen. Besonders die Energie und der spielerische Auftritt des vergleichsweise jungen Teams stimmten ihn zufrieden. Mit Blick auf das Durchschnittsalter und die Intensität des Aachener Spiels gebe es für ihn kaum etwas zu beanstanden. Das offensichtliche Problem blieb allerdings bestehen: Aus der Überlegenheit entstand nichts Zählbares. Genau daran wird Aachen nach dieser Partie ansetzen müssen.

Ärger über die Spielleitung

Neben der fehlenden Chancenverwertung beschäftigte Selimbegovic nach Abpfiff auch die Leistung des Schiedsrichtergespanns. Auf mögliche Erklärungen für einzelne Entscheidungen konnte der Trainer verzichten. „Von denen brauche ich keine Erklärung“, sagte Selimbegovic. Die Spielleitung müsse vielmehr selbst beurteilen, wie bestimmte Situationen zustande gekommen seien. Weitere Konsequenzen oder konkrete Einzelentscheidungen führte der Coach in seinen Aussagen nicht näher aus.

Tivoli soll die schnelle Antwort bringen

Trotz der Enttäuschung richtete Selimbegovic den Blick schnell auf die kommende Aufgabe. Dabei setzte der Trainer erneut auf die Unterstützung der Aachener Anhänger. Die mitgereisten Fans bezeichnete er sinngemäß als einen entscheidenden Rückhalt des Vereins. Gerade deshalb schmerze es ihn, dass die Mannschaft ihnen in Würzburg keinen Punkt habe mitgeben können.

Schon am Samstag erhält Aachen die nächste Gelegenheit, aus einer guten Leistung auch ein entsprechendes Ergebnis zu machen. Dann steht wieder ein Heimspiel auf dem Tivoli an. Selimbegovic zeigte sich überzeugt, dass seine Mannschaft ihren Aufwand bald belohnen wird. Seine Botschaft nach dem 0:1 war eindeutig: An der Leistung soll Aachen festhalten, verändern muss sich vor allem die Ausbeute.

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