Fünf Tore in vier Einsätzen, dazu ein Doppelpack binnen sechs Minuten: Lex-Tyger Lobinger ist derzeit die schärfste Offensivwaffe des MSV Duisburg. Beim souveränen 3:0 gegen die Würzburger Kickers lieferte der 27-Jährige erneut die entscheidenden Momente. Trainer Dietmar Hirsch sieht hinter dem Lauf des Angreifers weit mehr als nur eine gute Phase.
Hirsch schwärmt von Lobingers Entwicklung
Beim MSV Duisburg greift derzeit ein Rädchen ins andere. Besonders deutlich wird das an Lex-Tyger Lobinger, der den erfolgreichen Saisonstart der Zebras mit seinen Treffern maßgeblich prägt. In vier Pflichtspieleinsätzen kommt der frühere Düsseldorfer bereits auf fünf Tore. Lediglich beim Niederrheinpokalspiel gegen den Bezirksligisten 1. FC Wülfrath erhielt er eine Pause. Für Dietmar Hirsch ist die starke Quote keine Überraschung. Lobinger habe in der Vorbereitung „fleißig gearbeitet“, sei körperlich stabil geblieben und habe seine Qualität schon in der Vergangenheit regelmäßig nachgewiesen. Der MSV-Trainer bezeichnete ihn als Stürmer mit konstant „Top–Quoten“ und betonte, dass der Angreifer seinen Weg konsequent fortsetze.
Gleichzeitig stellte Hirsch klar, dass Lobingers Treffer nicht unabhängig von der Mannschaft entstehen. Der 27-Jährige werde von seinen Mitspielern „gut in Szene gesetzt“. Gerade beim frühen Führungstor gegen Würzburg zeigte sich, wie gut die Duisburger Abläufe inzwischen funktionieren.
Zwei Treffer, sechs Minuten Unterschied
Joshua Bitter behauptete sich auf der rechten Seite gegen mehrere Gegenspieler und brachte den Ball scharf in den Strafraum. Lobinger stand dort, wo ein Torjäger stehen muss, und vollendete in der neunten Minute zum 1:0. Nur sechs Minuten später schlug der Angreifer erneut zu. Nach einer Hereingabe von Aljaz Casar schloss Lobinger zum 2:0 ab und sorgte damit schon früh für klare Verhältnisse. Für seinen ersten Doppelpack der Saison benötigte er gerade einmal eine Viertelstunde.
Hirsch brachte die aktuelle Situation seines Stürmers mit einem knappen Satz auf den Punkt: „Es passt halt einfach.“ Der Trainer zeigte sich entsprechend erleichtert, einen Angreifer dieser Qualität im Kader zu haben. Auch Lobinger selbst genießt den Lauf. Sollte es in diesem Tempo weitergehen, werde er sich „nicht beschweren“, sagte er nach der Partie mit einem breiten Grinsen. Hinter der Leichtigkeit auf dem Platz steckt allerdings viel Arbeit.
Extraschichten zahlen sich aus
Während der Sommervorbereitung absolvierte Lobinger wiederholt zusätzliche Einheiten. Ob seine aktuelle Torausbeute unmittelbar darauf zurückzuführen ist, wollte er nicht abschließend beurteilen. Dass ihm die intensive Arbeit geholfen hat, steht für ihn jedoch außer Frage. „Hartes Training wird immer belohnt“, erklärte der Stürmer stolz. Er könne nicht sicher sagen, ob die Extraschichten allein für seine fünf Tore verantwortlich seien. Gutgetan hätten sie ihm aber in jedem Fall.
Diese körperliche und mentale Verfassung war gegen Würzburg von Beginn an zu spüren. Duisburg übernahm früh die Kontrolle und nutzte die ersten Möglichkeiten konsequent. Eine schnelle Zwei-Tore-Führung mache ein Heimspiel deutlich leichter, stellte Lobinger anschließend fest. Vollständig zufrieden war er dennoch nicht. Der MSV hätte nach seiner Einschätzung früher auf die endgültige Entscheidung drängen können. Stattdessen verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung über längere Phasen. Lobinger bewertete den Auftritt trotzdem als „solide“ und abgeklärt.
Erst Regensburg, dann die Rückkehr nach Düsseldorf
Am kommenden Wochenende wartet mit dem SSV Jahn Regensburg die nächste Aufgabe. Lobinger begegnet dem Gegner mit Respekt. Einfache Spiele gebe es in der 3. Liga grundsätzlich nicht, warnte der Torjäger. Eine detaillierte Beschäftigung mit Regensburg stand direkt nach dem Würzburg-Spiel allerdings noch aus. Bis dahin habe der gesamte Fokus auf der jüngsten Aufgabe gelegen. Für Lobinger beginnt damit eine besondere Phase. Zunächst will er seinen Lauf in Regensburg fortsetzen, anschließend folgt am 12. September die Rückkehr nach Düsseldorf.
Zwischen 2020 und 2022 stand er bei Fortuna unter Vertrag und kam dort elfmal in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Beim MSV hat Lobinger inzwischen eine deutlich größere Rolle gefunden. Er trifft, arbeitet für die Mannschaft und profitiert von einem Team, das ihm die passenden Räume und Vorlagen liefert. Genau diese Verbindung macht ihn derzeit so wertvoll. Der Saisonstart zeigt, dass aus harter Vorbereitung, wachsendem Selbstvertrauen und funktionierenden Abläufen schnell eine beeindruckende Torserie entstehen kann.



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