3. Liga: TV-Rechte bis 2031 vergeben – Einnahmen steigen deutlich

Die 3. Liga kann ab 2027 mit deutlich höheren Fernseheinnahmen rechnen. Die neue Vergabe der Medienrechte soll dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) jährlich rund 31 Millionen Euro einbringen und damit knapp 20 Prozent mehr als bislang. Gleichzeitig steht fest, dass sämtliche Begegnungen auch in den kommenden Jahren bei MagentaSport laufen. Für die Fans bleibt allerdings eine wichtige Frage offen: Wie viele Spiele werden künftig kostenlos im Fernsehen übertragen?

Neuer Fernsehvertrag bringt Millionenplus für die 3. Liga

Wirtschaftlich ist die Vergabe der Medienrechte ein Erfolg für den deutschen Drittligafußball. Während der DFB im bisherigen Vertragszeitraum jährlich 26,2 Millionen Euro einnimmt, steigt dieser Betrag ab der Saison 2027/28 auf rund 31 Millionen Euro. Über die gesamte Laufzeit von vier Jahren ergibt sich damit rechnerisch ein Volumen von etwa 124 Millionen Euro. Für die Vereine bedeutet das eine verbesserte finanzielle Grundlage. Gerade in der 3. Liga, in der zahlreiche Klubs ihre Ausgaben sorgfältig kalkulieren müssen, sind die regelmäßigen Einnahmen aus der zentralen TV-Vermarktung ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Planung.

Wie viel Geld die Telekom allein für die Übertragungsrechte bezahlt, wurde nicht veröffentlicht. Die genannten 31 Millionen Euro beziehen sich auf die gesamten jährlichen Erlöse aus der nationalen Medienrechtevergabe.

MagentaSport sichert sich den kompletten Live-Wettbewerb

Sportlich interessierte Zuschauer müssen sich auch künftig nicht auf mehrere kostenpflichtige Anbieter einstellen. Die Telekom hat den Zuschlag für sämtliche Live-Rechte erhalten und wird über MagentaSport weiterhin alle 380 Begegnungen einer Drittligasaison übertragen. Der Vertrag beginnt mit der Spielzeit 2027/28 und endet im Sommer 2031. Ebenfalls enthalten sind die Entscheidungsspiele zwischen der 3. Liga und der Regionalliga um den Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse.

Damit setzt der DFB die seit 2017 bestehende Zusammenarbeit mit der Telekom fort. Für den Konzern besitzt der Wettbewerb aufgrund seiner 38 Spieltage und der regelmäßig stattfindenden Live-Übertragungen eine besondere Bedeutung innerhalb seines Fußballangebots. Telekom-TV-Chef Arnim Butzen sieht in der Fortsetzung der Partnerschaft entsprechend einen wichtigen Bestandteil der langfristigen Ausrichtung des Unternehmens. Auch DFB-Generalsekretär Holger Blask bewertet die bisherige Zusammenarbeit positiv und hebt insbesondere die Qualität der Übertragungen sowie die Nähe zu den Vereinen und ihren Anhängern hervor.

Wie geht es mit den kostenlosen Live-Spielen weiter?

Während die vollständige Live-Übertragung bei MagentaSport gesichert ist, muss die künftige Verteilung der frei empfangbaren Partien noch konkretisiert werden. Bis zum Ende der Saison 2026/27 dürfen die ARD und ihre Dritten Programme insgesamt 68 Begegnungen pro Spielzeit zeigen. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung mit der Telekom, die entsprechende Übertragungsrechte weitergegeben hat.

Für den neuen Vertragszeitraum sind mindestens 38 frei empfangbare Spiele pro Saison vorgesehen. Die Telekom kann diese über eigene Angebote zugänglich machen oder erneut mit einem externen Fernsehsender zusammenarbeiten. Butzen hat bereits angekündigt, ausgewählte Begegnungen auch kostenlos anzubieten. Ob die ARD weiterhin als Live-Partner auftritt und wie umfangreich das Free-TV-Angebot letztlich ausfällt, ist bislang nicht abschließend geklärt.

Mehr Möglichkeiten für Highlights und digitale Inhalte

Veränderungen gibt es außerdem bei der Verbreitung von Spielzusammenfassungen. MagentaSport erhält zusätzliche Möglichkeiten, Tore und andere wichtige Spielszenen zeitnah nach ihrer Entstehung über digitale Plattformen bereitzustellen. Davon könnte auch die öffentliche Wahrnehmung der Drittligisten profitieren. Je schneller und breiter Spielszenen verbreitet werden können, desto leichter lassen sich Zuschauer erreichen, die keine vollständigen Live-Übertragungen verfolgen.

Bei der Vergabe der separaten Highlight-Pakete haben sich die ARD und DAZN erneut Rechte gesichert. Sky, das im bisherigen Vertragszeitraum ebenfalls Zusammenfassungen anbieten durfte, gehört dagegen nicht mehr zu den Rechteerwerbern. Mit dem neuen Fernsehvertrag erhält die 3. Liga eine langfristige wirtschaftliche Perspektive und behält zugleich ihren bisherigen Live-Partner. Für die Vereine ist insbesondere das steigende Vermarktungsvolumen von Bedeutung. Aus Sicht der Fans wird nun entscheidend sein, wie die Telekom den kostenlosen Zugang zu ausgewählten Begegnungen ab Sommer 2027 organisiert.

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