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Erster Auswärtssieg: Hägele gibt Würzburg wieder Halt

Foto: Würzburger Kickers

Eine Woche nach dem 0:4 in Meppen haben die Würzburger Kickers auswärts am vergangenen Wochenende eine Antwort gegeben. Beim 2:1 gegen Fortuna Köln gelang dem Aufsteiger der erste Sieg auf fremdem Platz in dieser Saison. Für Trainer Michael Schiele war dabei auch die Rückkehr seines Kapitäns wichtig: Daniel Hägele kam zur Pause und half, eine bis dahin unsichere Defensive zu ordnen.

Hägele kehrt nach Rippenfraktur zurück

Mitte September hatten die Kickers eine mehrfache Rippenfraktur ihres Kapitäns bekanntgegeben. Hägele hatte sich im Heimspiel gegen Alemannia Aachen bei einem Zweikampf verletzt und war noch während der Partie ins Krankenhaus gebracht worden. Der Verein kündigte damals eine mehrwöchige Pause an. Nun stand der Abwehrspieler wieder in einem Ligaspiel auf dem Platz. In Köln ersetzte Hägele zur zweiten Halbzeit Ebrahim Farahnak. Schiele stellte seinen Beitrag anschließend ausdrücklich heraus: „Mit ihm gibt es eine andere Stabilität und Ruhe als ohne ihn“, sagte der Trainer laut Vereinsbericht. Den gesamten Erfolg auf den Rückkehrer zu reduzieren, würde dem Spielverlauf allerdings nicht gerecht.

Rajkovacic verhindert den Rückstand

Noch vor Hägeles Einwechslung hatte Torhüter Marko Rajkovacic einen entscheidenden Anteil daran, dass Würzburg im Spiel blieb. Die Kickers verursachten vor der Pause zwei Elfmeter. Romeo Aigbekaen nutzte den ersten zum Ausgleich, beim zweiten scheiterte Hamadi Al Ghaddioui am Würzburger Schlussmann. Aus der eigenen Führung wäre sonst binnen weniger Minuten ein Rückstand geworden. Nach dem Seitenwechsel blieb Köln zunächst die aktivere Mannschaft. Würzburg hielt dagegen und brachte später einen weiteren wichtigen Einwechselspieler: Ivan Franjic bereitete mit seiner Ecke den Kopfballtreffer von Tarsis Bonga vor. Hägele gab der Abwehr Halt, Franjic lieferte den entscheidenden Ball nach vorne. Der Vorsprung hielt bis zum Abpfiff.

Die Antwort auf Meppen braucht eine Fortsetzung

Damit erfüllten die Kickers eine Aufgabe, an der sie zuvor wiederholt gescheitert waren. Mit dem 0:4 in Meppen war auch das sechste Auswärtsspiel der Saison sieglos geblieben. Damals waren insbesondere Fehler im Aufbau und bei gegnerischen Standards zum Problem geworden. Schiele hatte sich anschließend bei den mitgereisten Fans entschuldigt.

Ein Erfolg beseitigt diese Schwierigkeiten noch nicht. Er gibt Würzburg aber einen konkreten Ansatz: Auch ohne durchgehend spielerische Überlegenheit lassen sich enge Partien gewinnen, wenn die Mannschaft kritische Phasen übersteht und anschließend einen knappen Vorsprung schützt. Gegen Hoffenheim II am Sonntag bietet sich die nächste Gelegenheit, diese Verlässlichkeit zu bestätigen.

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