Start Vereine Alemannia Aachen Hannover plant mit Gindorf: Aachens Torjäger soll zurückkehr

Hannover plant mit Gindorf: Aachens Torjäger soll zurückkehr

Foto: Lars Zimmermann

Hannover 96 zieht aus Aachens Offensivfeuerwerk klare Konsequenzen. Lars Gindorf hat sich mit einer starken Leihsaison in den Fokus gespielt und soll im Sommer nicht irgendwohin weiterziehen, sondern bei den Niedersachsen wieder eine echte Rolle bekommen. Die Zahlen des 24-Jährigen liefern dafür reichlich Argumente.

Rückkehr mit Rückenwind

Bei Hannover 96 ist die Richtung offenbar festgelegt: Lars Gindorf soll nach seiner Leihe zu Alemannia Aachen wieder Teil der Planungen werden. Sportdirektor Ralf Becker würdigte die Entwicklung des Offensivspielers deutlich und bezeichnete ihn laut „Bild“ als „absoluten Topspieler“ der 3. Liga. Entsprechend groß sei in Hannover die Vorfreude darauf, dass Gindorf im Sommer zurückkehrt.

Der Zeitpunkt für dieses Signal kommt nicht zufällig. Gindorf spielt in Aachen die bislang auffälligste Saison seiner Karriere und hat sich damit weit mehr als nur empfohlen.

Torjäger der Liga, Scorer fast ganz vorn

22 Treffer und zehn Vorlagen in 30 Partien sind in der 3. Liga ein Wert, der sofort ins Auge fällt. In der reinen Torjägerwertung steht Gindorf damit ganz oben. Nur bei den gesamten Torbeteiligungen liegt ein Spieler noch vor ihm: Berkan Taz vom SC Verl kommt in dieser Saison auf 33 Scorerpunkte und damit auf einen mehr als der Aachener Leihspieler.

Für Aachen ist Gindorf damit weit mehr als ein torgefährlicher Mittelfeldmann. Er ist ein entscheidender Faktor in einer Phase, in der sich der Klub aus dem Tabellenkeller lösen konnte und sportlich deutlich stabiler wirkte.

In Aachen gereift, in Hannover wieder gefragt

Im Sommer 2025 war Gindorf ausgeliehen worden, damit er auf konstant hohem Niveau Spielpraxis sammelt. Genau dieser Plan ist aufgegangen. Vor seinem Wechsel an den Tivoli gehörte er in Hannover zwar bereits dem Zweitliga-Kader an, kam dort aber nicht über die Rolle einer Ergänzungskraft hinaus.

In der Saison 2024/25 stand er 24 Mal auf dem Platz, erzielte ein Tor und sammelte dabei rund 800 Einsatzminuten. Der Unterschied zur aktuellen Spielzeit fällt damit umso stärker aus. Aus einem talentierten Offensivspieler mit sporadischen Einsätzen ist ein Leistungsträger mit klarer Wirkung geworden.

Dass Hannover nun wieder mit ihm arbeiten will, überrascht deshalb kaum. Gindorfs Vertrag bei 96 läuft noch bis 2027, die sportliche Perspektive ist also ohnehin an den Klub gebunden. Jetzt spricht vieles dafür, dass der nächste Schritt nicht eine weitere Zwischenstation ist, sondern eine neue Chance beim Stammverein.

Marktwert steigt, Aufmerksamkeit ebenfalls

Auch außerhalb Hannovers ist Gindorfs Entwicklung registriert worden. Sein Marktwert kletterte während der Leihe laut „transfermarkt.de“ auf 750.000 Euro. Genau das macht die Leihe im Nachhinein noch wertvoller für Hannover. Gindorf kommt nicht als Perspektivspieler zurück, sondern als einer, der sich sichtbar nach oben gearbeitet hat.

Hannover sammelt Argumente für einen Neuanlauf

Für Hannover 96 ist diese Entwicklung mehr als eine erfreuliche Randnotiz. Sie zeigt, dass Leihen nicht nur der Auslagerung dienen, sondern echte sportliche Rendite bringen können. Gerade bei Gindorf wirkt es nun so, als habe Aachen genau die Bühne geliefert, die ihm in Hannover zunächst gefehlt hatte. Der Sommer dürfte deshalb nicht nur eine Rückkehr markieren, sondern einen ernsthaften Neustart auf höherem Niveau.

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