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Schroers wollte nach Nürnberg: Aachen Stürmer spricht über den geplatzten Wechsel

Foto: Moritz Zuber

Der Schritt in die 2. Bundesliga war greifbar, Mika Schroers wollte ihn gehen. Doch Alemannia Aachen schob einem Wechsel zum 1. FC Nürnberg den Riegel vor. Nach dem Ende der Transferperiode spricht der 24-Jährige nun offen über die Enttäuschung und macht zugleich deutlich, dass sein Blick längst wieder nach vorne gerichtet ist.

Schroers hatte den nächsten Karriereschritt im Blick

Dass die vergangenen Wochen an Mika Schroers nicht spurlos vorbeigegangen sind, daraus macht der Angreifer kein Geheimnis. Bei MagentaSport bezeichnete er den nicht zustande gekommenen Transfer nach Nürnberg als einen „kleinen Rückschlag“. Das Interesse des Zweitligisten traf durchaus auf Gegenliebe. Nach einer herausragenden vergangenen Saison mit 21 Treffern und zwölf Vorlagen sah Schroers den Zeitpunkt gekommen, sich mit neuen Möglichkeiten zu beschäftigen. Wer eine solche Spielzeit absolviere, wolle als Fußballer irgendwann „den nächsten Schritt gehen“, erklärte der frühere Gladbacher.

Angebote und Optionen habe er sich deshalb bewusst angehört. Der Wunsch nach Veränderung war vorhanden, die Freigabe aus Aachen allerdings nicht. Enttäuscht war Schroers über den Ausgang deshalb durchaus. Einen Bruch mit der Alemannia will er daraus jedoch nicht entstehen lassen. Unzufriedenheit mit seiner Situation in Aachen habe es bei ihm nie gegeben.

Statt Nürnberg zählt jetzt nur noch Alemannia

Nach dem geschlossenen Transferfenster ist die Situation ohnehin eindeutig. Schroers bleibt in Aachen und hat seinen sportlichen Fokus wieder vollständig auf seinen aktuellen Klub gerichtet. Er fühle sich bei der Alemannia „superwohl“ und wisse genau, was er dort habe. Vor allem aber will der Angreifer zeigen, dass die Transfergeschichte seine Leistung nicht beeinflusst. Sein Anspruch sei nun, gemeinsam mit Aachen sportlich etwas zu erreichen.

Dass Schroers diese Haltung nicht nur verbal unterstreicht, zeigte sich beim 3:0-Auswärtserfolg gegen den FC Ingolstadt. Mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 stellte er erneut seinen Wert für die Mannschaft unter Beweis. Nach vier Partien stehen bereits zwei Tore und zwei Vorlagen in seiner Saisonbilanz.

Oehmichen und Schroers finden sofort wieder zusammen

Eine besondere Rolle spielte in Ingolstadt Jonas Oehmichen. Der Rückkehrer bereitete Schroers’ Treffer vor und scheint mit dem Angreifer schnell wieder jene Verbindung gefunden zu haben, die der Alemannia in der Offensive zusätzliche Möglichkeiten eröffnet. Schroers sprach von „riesigem Spaß“ im Zusammenspiel und zeigte sich besonders glücklich darüber, dass Aachen die feste Verpflichtung Oehmichens noch realisieren konnte. Der Mittelfeldspieler war zuvor von Dynamo Dresden ausgeliehen und ist inzwischen dauerhaft zur Alemannia gewechselt.

Interessant ist dabei, dass die Personalien offenbar miteinander verknüpft waren. Oehmichen erklärte, Schroers’ Verbleib habe bei seiner eigenen Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt. Dass sein Mitspieler nicht nach Nürnberg wechselte, habe ihn entsprechend gefreut.

Aus dem verhinderten Abschied wird eine neue Chance

Für Alemannia Aachen ist der geplatzte Transfer damit sportlich zunächst ein Gewinn. Der Klub behält einen seiner gefährlichsten Offensivspieler und bekommt gleichzeitig einen Rückkehrer, der sich bewusst auch wegen Schroers für Aachen entschieden hat. Für Schroers selbst bleibt dagegen eine ungewöhnliche Situation. Er wollte eine neue Herausforderung annehmen, bekam diese Möglichkeit jedoch nicht. Nun entscheidet sich auf dem Platz, wie schnell aus der Enttäuschung neue Energie entsteht. Die ersten vier Saisonspiele liefern zumindest ein klares Signal: Seine Bedeutung für die Alemannia ist unverändert groß.

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