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Erste Trainerentlassung der Saison: SV Wehen Wiesbaden trennt sich von Scherning

Beim SV Wehen Wiesbaden hat der Fehlstart in die neue Drittliga-Saison früh personelle Konsequenzen. Der Tabellenletzte hat Cheftrainer Daniel Scherning und dessen Assistenten Andreas Zimmermann mit sofortiger Wirkung freigestellt. Nach fünf Spieltagen wartet der SVWW weiterhin auf den ersten Sieg, nun soll ein Wechsel auf der Trainerbank die Wende bringen.

Nur zwei Punkte aus fünf Spielen

Die Geduld der Verantwortlichen ist nach dem fünften Spieltag aufgebraucht. Wiesbaden steht mit lediglich zwei Punkten am Tabellenende und ist das einzige noch sieglose Team der 3. Liga. Am Sonntag verschärfte die 0:1-Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim die sportliche Situation zusätzlich. Damit reagiert der SVWW als erster Drittligist der laufenden Saison mit einer Trainerentlassung. Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver begründete die Entscheidung nicht allein mit den jüngsten Ergebnissen. Bereits in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit habe die Entwicklung nicht mehr an das Niveau der ersten Monate unter Scherning angeknüpft. Nach dem misslungenen Start in die neue Runde seien die Verantwortlichen schließlich zu der Einschätzung gekommen, dass die Mannschaft einen „neuen Impuls“ benötige.

Starker Beginn unter Scherning reicht nicht mehr

Dabei hatte sich Scherning nach seinem Amtsantritt im November 2025 zunächst erfolgreich aus einer schwierigen Situation gearbeitet. Der damals auf Rang 13 stehende SVWW gewann neun der ersten 14 Ligapartien unter dem neuen Trainer und entfernte sich deutlich von den hinteren Tabellenplätzen. Zwischenzeitlich gelangen sogar sieben Heimsiege nacheinander. Mit dem Gewinn des Hessenpokals führte Scherning die Wiesbadener zudem in den DFB-Pokal. Die positiven Ergebnisse seiner ersten Monate konnten den späteren Abwärtstrend allerdings nicht dauerhaft stoppen. In der neuen Spielzeit blieb der erhoffte Neustart schließlich vollständig aus.

Scherning selbst akzeptierte die Entscheidung des Vereins, machte jedoch deutlich, dass er seine Arbeit in Wiesbaden gerne fortgesetzt hätte. Für den 42-Jährigen endet damit nach knapp zehn Monaten ein Engagement, das zunächst mit einem deutlichen sportlichen Aufschwung begonnen hatte. Zuvor hatte er unter anderem den VfL Osnabrück, Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig trainiert.

Steinmetz und Modica übernehmen zunächst

Auch Co-Trainer Andreas Zimmermann muss den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen. Bis zur Verpflichtung eines neuen Cheftrainers übernehmen Frank Steinmetz und Giuliano Modica interimistisch die Verantwortung für die Mannschaft. Viel Vorbereitungszeit bleibt dem Duo nicht: Bereits am Mittwoch steht für den SVWW das Auswärtsspiel bei Fortuna Köln auf dem Programm.

Für Wiesbaden beginnt damit schon früh in der Saison eine richtungsweisende Phase. Der Trainerwechsel allein löst die sportlichen Probleme nicht, die Mannschaft steht nun jedoch ebenfalls verstärkt in der Pflicht. Nach fünf sieglosen Spieltagen zählt zunächst vor allem eines: möglichst schnell den Anschluss an die Konkurrenz wiederherzustellen.

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