Ein Stürmer aus dem Kosovo sorgt derzeit über Ländergrenzen hinweg für Aufmerksamkeit. Nach Informationen von Liga3-News haben sich mit dem SV Wehen Wiesbaden und dem TSV 1860 München gleich zwei ambitionierte Drittligisten intensiv mit dem erst 19 Jahre alten Angreifer Larson Ferati beschäftigt. Der junge Mittelstürmer gilt als entwicklungsfähiges Offensivtalent mit ungewöhnlich früher Karrierekurve und prominenten Berührungspunkten.
Drittligisten beobachten Offensivtalent genau
Der Markt für junge Spieler mit Perspektive bleibt in der 3. Liga hart umkämpft. Besonders Stürmer mit Tempo, Größe und Entwicklungspotenzial stehen bei vielen Vereinen hoch im Kurs. Genau in dieses Profil passt der 1,86 Meter große Angreifer aus dem Kosovo, der inzwischen offenbar bei mehreren Clubs auf den Beobachtungslisten gelandet ist.
Neben dem Interesse vom SV Wehen Wiesbaden und TSV 1860 München sollen laut Liga3-News auch internationale Vereine ihre Fühler nach Larson Ferati ausgestreckt haben. Darunter unter anderem der PEC Zwolle, FC Differdingen 03 sowie Legia Warschau und der Servette FC.
Training mit Alonso und Xhaka schon mit 16
Besonders bemerkenswert wirkt die Vita des jungen Angreifers. Bereits im Alter von 16 Jahren durfte er unter Startrainer Xabi Alonso mittrainieren. Dabei kam er sogar gemeinsam mit Granit Xhaka auf den Platz. Für einen Nachwuchsspieler aus dem Kosovo war das ein früher Einblick in höchste professionelle Standards. Für die U21 des Rodja JC erzielte der Stürmer in 11 Ligaspielen außerdem elf Tore und konnte weitere vier vorbereiten.
Solche Erfahrungen gelten im Scouting häufig als wichtiger Hinweis darauf, wie weit ein Spieler in seiner Entwicklung bereits ist. Offenbar hat der Mittelstürmer dabei einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Früher Durchbruch im Kosovo
Sein Talent hatte sich allerdings schon deutlich früher angedeutet. Bereits mit 14 Jahren traf der Angreifer viermal in der zweiten Liga des Kosovo und rückte damit erstmals stärker in den Fokus. Wenig später folgte der nächste Schritt auf internationaler Ebene.
Im Juni 2023 debütierte der Offensivspieler schließlich für die U19-Nationalmannschaft des Kosovo. Seitdem scheint seine Entwicklung weiter an Dynamik aufgenommen zu haben.
Entscheidung über Zukunft noch offen
Ob der nächste Karriereschritt tatsächlich nach Deutschland führt, ist derzeit offen. Das Interesse aus mehreren Ländern zeigt jedoch, dass der junge Stürmer längst nicht mehr nur als lokales Talent wahrgenommen wird. Gerade Vereine aus der 3. Liga suchen verstärkt nach entwicklungsfähigen Spielern mit Wiederverkaufswert und Perspektive.
Für Wiesbaden und 1860 könnte der Kosovare deshalb genau in jenes Profil passen, das sportlich wie wirtschaftlich interessant ist. Noch ist keine Entscheidung gefallen. Die Zahl der Interessenten dürfte den Poker allerdings kaum einfacher machen.
