Der MSV Duisburg hat eine drohende Heimniederlage gegen den TSV Havelse noch in einen 2:1-Sieg verwandelt. Lange Zeit biss sich der Tabellenführer an den Niedersachsen die Zähne aus, ehe Patrick Sussek in der Schlussphase den Ausgleich erzielte. In der vierten Minute der Nachspielzeit wurde Havelser Dennis Duah mit einem Eigentor schließlich zur tragischen Figur.
Sussek leitet die späte Wende ein
Nur wenige Sekunden trennten den TSV Havelse von einem Punktgewinn in Duisburg. Dann setzte sich Sussek noch einmal auf der linken Seite durch und brachte den Ball in den Fünfmeterraum. Duah versuchte zu klären, beförderte die Kugel jedoch unglücklich über den linken Innenpfosten ins eigene Netz. Das 2:1 in der 90.+4 Minute entschied eine Begegnung, die für den MSV lange Zeit in die falsche Richtung gelaufen war.
Bereits elf Minuten zuvor hatte Sussek selbst für das 1:1 gesorgt. Eine Hereingabe des eingewechselten Ramien Safi wurde von Max Lamby abgefälscht und landete beim Duisburger, der aus kurzer Distanz erfolgreich war. Dass die Gastgeber überhaupt noch einmal zurückkamen, war vor allem einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause zu verdanken. Trainer Dietmar Hirsch hatte zur Halbzeit reagiert und mit Safi, Sussek und Aljaz Casar gleich drei neue Spieler gebracht. Der MSV erhöhte anschließend den Druck erheblich.
Havelse nutzt Duisburgs Probleme vor der Pause
In den ersten 45 Minuten hatte das Bild noch ganz anders ausgesehen. Zwar kontrollierten die Duisburger über weite Strecken den Ball, klare Möglichkeiten entstanden daraus jedoch kaum. Havelse verteidigte kompakt und wartete auf seine Gelegenheiten. Eine davon nutzten die Gäste in der 39. Minute. Nach einem Freistoß von Johann Berger kam Donald Nduka im Strafraum zum Kopfball und brachte den TSV mit 1:0 in Führung.
Die Duisburger Antwort blieb zunächst aus. Erst unmittelbar vor der Pause wurde es gefährlich, als Besuschkow für Remmert ablegte. Dessen Volley aus kurzer Entfernung verfehlte das Tor knapp. Entsprechend unzufrieden reagierten Teile der mehr als 17.000 Zuschauer auf den Auftritt der Gastgeber. Zusätzlich musste der MSV schon früh einen personellen Rückschlag verkraften. Joshua Bitter verletzte sich am Sprunggelenk und konnte nicht weiterspielen. Für ihn kam bereits in der 13. Minute Niklas Jessen.
Platzverweis verändert die Ausgangslage
Nach dem Seitenwechsel entwickelte Duisburg deutlich mehr Zug zum Tor. Belkahia verhinderte zunächst gegen Remmert den Ausgleich, wenig später jubelten die Hausherren bereits – allerdings vergeblich. Noß stand bei seinem vermeintlichen Treffer in der 57. Minute im Abseits. Eine entscheidende Wendung nahm die Partie sieben Minuten später. Yannick Mausehund sah nach einem Foul an Safi seine zweite Gelbe Karte und musste vom Platz. Havelse war damit für die verbleibende Spielzeit in Unterzahl und geriet zunehmend unter Druck.
Hirsch verstärkte die Offensive zusätzlich mit Florian Krüger, der nach seiner Verletzungspause zurückkehrte. Havelse verteidigte den Vorsprung zunächst mit großem Aufwand, konnte die Duisburger Angriffe aber nicht dauerhaft abwehren. Nach Susseks Ausgleich schien zumindest ein Punkt für die Gäste noch möglich. Kurz vor Schluss hatte Robin Velasco sogar eine Gelegenheit für Havelse, wurde jedoch von Duisburgs Torhüter Braune gestoppt. Auf der anderen Seite verfehlte Sussek das Tor mit einem Volley nur knapp.
Duisburg erzwingt den nächsten Heimsieg
Am Ende wurde aus dem möglichen Punktgewinn für Havelse gar nichts. Duahs Eigentor in der Nachspielzeit bescherte Duisburg einen Sieg, der aufgrund der zweiten Hälfte zwar nicht aus dem Nichts kam, in seiner Entstehung aber kaum dramatischer hätte ausfallen können. Für den MSV ist das 2:1 zugleich die passende Reaktion auf die erste Saisonniederlage gegen Düsseldorf. Nach vier Siegen zum Auftakt und dem anschließenden Rückschlag kehren die Zebras damit unmittelbar in die Erfolgsspur zurück. Havelse dagegen wird vor allem mit dem bitteren Zeitpunkt des entscheidenden Gegentreffers hadern.



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