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Meppens Aufholjagd bleibt unbelohnt – Köln springt auf Platz zwei

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Viktoria Köln setzt sich in der Spitzengruppe der 3. Liga fest. Die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm gewann am Dienstagabend mit 3:1 beim SV Meppen und feierte damit den vierten Saisonsieg. Lucas Wolf avancierte mit zwei Treffern zum entscheidenden Mann, während der Aufsteiger aus dem Emsland nach einer späten Aufholjagd erneut ohne Punkte blieb.

Wolf bringt Köln auf Kurs

Meppen erwischte zunächst den besseren Start. Bereits nach zehn Minuten bot sich Oliver Schmitt die große Gelegenheit zur Führung, sein Abschluss aus aussichtsreicher Position ging jedoch über das Tor. Danach verlagerte sich das Geschehen zunehmend in Richtung der Meppener Hälfte. Vor allem David Otto bereitete der SVM-Defensive Probleme. Der Kölner Kapitän kam mehrfach gefährlich zum Abschluss, ehe die Gäste in der 33. Minute ihre zunehmende Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel sichtbar machten.

Nach einer Ecke konnte Meppen zunächst noch abwehren, anschließend gelangte der Ball über Niklas Swider zu Lucas Wolf. Der 24-Jährige ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und erzielte das 1:0. Meppen fand bis zur Pause kaum noch Mittel, um Viktoria dauerhaft unter Druck zu setzen. Eine Möglichkeit ergab sich nach einem Ballgewinn von Luca Prasse, doch Schmitt schloss überhastet ab.

Kloss erhöht – Meppens Wechsel verändern das Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Köln zunächst tonangebend. Besonders bei ruhenden Bällen bekamen die Gastgeber die Viktoria nicht konsequent verteidigt. Das rächte sich in der 55. Minute: Pascal Fallmann schlug eine Ecke in den Strafraum, Tim Kloss traf per Kopf zum 2:0. Zu diesem Zeitpunkt deutete vieles auf einen kontrollierten Auswärtssieg hin. Meppens Trainer Lucas Beniermann reagierte Mitte der zweiten Hälfte und brachte unter anderem Cyrill Akono und Jannic Ehlers. Die personellen Veränderungen zahlten sich nahezu umgehend aus.

Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung verkürzte Akono auf 1:2. Vorausgegangen war ein Angriff über Ehlers und Schmitt, an dessen Ende der eingewechselte Stürmer in der 69. Minute vollendete.

Meppen drängt – Köln hält stand

Der Anschlusstreffer veränderte den Charakter der Partie. Während Köln zuvor lange die Kontrolle ausgeübt hatte, übernahm nun Meppen die Initiative. Die Gastgeber suchten häufiger den direkten Weg in den Strafraum und kamen insbesondere über Ehlers zu gefährlichen Aktionen. Beniermann erhöhte das Risiko zusätzlich und brachte in der Schlussphase Simon Engelmann für Mittelfeldspieler Jona Borsum.

Die Emsländer agierten damit mit zwei Stürmern und drängten auf das 2:2. Akono verfehlte nach einer Ecke das Tor, wenig später setzte Ehlers einen Kopfball knapp neben den rechten Pfosten. Der Ausgleich fiel allerdings nicht. Stattdessen nutzte Viktoria die Räume, die Meppen durch seine offensive Ausrichtung zwangsläufig anbieten musste.

Wolf entscheidet die Partie

In der Nachspielzeit machte erneut Wolf den Unterschied. Der Offensivspieler setzte sich auf der linken Seite durch, zog in den Strafraum und traf in der 92. Minute zum 3:1-Endstand. Damit schnürte er seinen Doppelpack und beendete zugleich Meppens Hoffnung auf einen späten Punktgewinn. Für Viktoria Köln setzt sich damit ein starker Saisonstart fort. Nach dem vorherigen 4:0 gegen Hansa Rostock gelang der nächste Sieg, mit nun zwölf Punkten aus sechs Spielen rückten die Höhenberger vorerst auf den zweiten Tabellenplatz vor. Meppen steht dagegen nach sechs Begegnungen bei sechs Punkten und belegt Rang 17.

Aus Sicht des Aufsteigers dürfte vor allem die Reaktion nach dem 0:2 Mut machen. Gleichzeitig zeigte die Partie, dass eine starke Schlussphase nicht genügt, wenn der Gegner zuvor über weite Strecken das Geschehen bestimmt. Köln wiederum bewies nach dem Kontrollverlust in der Schlussphase die nötige Effizienz, um einen zwischenzeitlich gefährdeten Auswärtssieg doch noch abzusichern.

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