Ein nach dem Spiel veröffentlichtes Video beschäftigt nun die Düsseldorfer Polizei. Die rund 20 Sekunden langen Aufnahmen zeigen eine gewaltsame Auseinandersetzung am Rande des Derbys zwischen Fortuna Düsseldorf und dem MSV Duisburg. Die Ermittler haben inzwischen ein Verfahren wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch eingeleitet.
Video wird nachträglich zum Fall für die Polizei
Unmittelbar nach der Partie hatte die Polizei noch von einem weitgehend störungsfreien Einsatz berichtet. Auch die An- und Abreise der mehr als 10.000 mitgereisten MSV-Fans sei größtenteils problemlos verlaufen. Inzwischen liegt jedoch Videomaterial vor, das einen gewaltsamen Zwischenfall im Umfeld der Begegnung zeigt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin waren die Aufnahmen zunächst nicht bekannt, wie aus einem Bericht der „Rheinischen Post“ hervorgeht. Auch die beiden angegriffenen Männer hatten sich demnach nicht bei der Polizei gemeldet. Nach Veröffentlichung des Videos am Montag nahmen die Ermittler ein Verfahren wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch auf.
Mehrere Vermummte attackieren zwei Männer
Auf dem kurzen Clip ist zu sehen, wie mehrere teilweise vermummte Personen auf zwei Männer losgehen. Einer der Angegriffenen fällt zu Boden, woraufhin mehrere Personen weiter auf ihn einschlagen und eintreten. Zwei weitere Menschen greifen schließlich ein und helfen dem am Boden liegenden Mann. Danach laufen die Angreifer davon. Was der Attacke vorausging, lässt sich anhand der lediglich etwa 20 Sekunden langen Aufnahme nicht erkennen.
Fan-Zugehörigkeit bislang ungeklärt
Auch welchem Fanlager die Beteiligten angehören, ist bislang offen. In den Kommentaren unter dem Facebook-Video wird über einen Angriff Düsseldorfer Anhänger auf MSV-Fans spekuliert. Belegt ist das jedoch nicht. Einzelne Kleidungsstücke lassen keine sichere Zuordnung zu. Einer der Beteiligten trägt eine rote Sturmhaube, während bei einer Person, die den Angegriffenen zu Hilfe kommt, ein Fortuna-Schal zu erkennen ist.
Die Polizei prüft nun, ob weiteres Videomaterial existiert. Dadurch soll unter anderem geklärt werden, wer beteiligt war und wie sich die Auseinandersetzung entwickelte.
Großeinsatz ansonsten weitgehend ruhig
Wegen der Rivalität zwischen den Fanlagern war die Polizei rund um das Derby mit einem größeren Aufgebot im Einsatz. In ihrer ersten Bilanz hatte sie erklärt, es sei „nichts Erwähnenswertes“ passiert, wie die regionale Tageszeitung berichtet. Mit dem später veröffentlichten Video ist nun jedoch ein Vorfall bekannt geworden, der strafrechtlich untersucht wird. Ob sich daraus weitere Verfahren ergeben, hängt von den laufenden Ermittlungen ab.



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