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Vierte Pleite in Serie: Beniermann und Deters mahnten bereits

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Thorben Deters hatte nach der Niederlage gegen Viktoria Köln ziemlich genau beschrieben, was dem SV Meppen in seiner schwierigen Phase helfen könnte: ein knapper Sieg, notfalls mit 1:0. Drei Tage später fiel im Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II tatsächlich nur ein Treffer, allerdings auf der falschen Seite. Das 0:1 im Kraichgau verschärft damit jene Probleme, vor denen Spieler und Trainer zuvor bereits gewarnt hatten.

Deters vermisst die Belohnung

Nach dem 1:3 gegen Viktoria Köln hatte beim SV Meppen trotz der dritten Niederlage in Serie keineswegs nur Frust geherrscht. Vor allem die Schlussphase, in der Cyrill Akono den SVM noch einmal auf 1:2 herangebracht hatte, wertete Thorben Deters als Zeichen dafür, dass die Mannschaft in der 3. Liga durchaus Akzente setzen kann. Das eigentliche Problem brachte der Mittelfeldspieler anschließend knapp auf den Punkt: „Wir belohnen uns einfach nicht mit Punkten.“

Genau dieser Satz wirkt nach dem Auftritt in Hoffenheim noch einmal schwerer. Denn auch dort war Meppen keineswegs chancenlos. Trotzdem stand am Ende erneut eine Niederlage, inzwischen die vierte in Folge. Besonders bemerkenswert: Deters hatte vor der Reise in den Kraichgau erklärt, der Mannschaft könne womöglich gerade ein unspektakulärer Erfolg helfen. „Wir müssen vielleicht mal ein Spiel mit einem 1:0 ziehen“, sagte der 30-Jährige nach dem Köln-Spiel. Gegen Hoffenheim II ging die Partie tatsächlich 1:0 aus. Nur eben für den Gegner.

Beniermann sieht noch einen Anpassungsprozess

Trainer Lucas Beniermann hatte bereits nach der Köln-Partie deutlich gemacht, dass Meppen derzeit für Fehler auf Drittliga-Niveau konsequent bestraft wird. Zwei Gegentore nach Eckbällen hatten ihn damals besonders geärgert. Gleichzeitig sah der Coach Fortschritte im Spiel seiner Mannschaft. Dass der Aufsteiger noch Anpassungsarbeit vor sich hat, wollte Beniermann nicht grundsätzlich infrage stellen. Allerdings hatte er sich zu diesem Zeitpunkt bereits eine schnellere Entwicklung erhofft. Seine zentrale Forderung lautete dennoch: „Wir müssen bei uns bleiben!“

Auch an offensiven Beispielen machte der Trainer fest, dass der Schritt aus der Regionalliga in die 3. Liga Zeit benötigt. Oliver Issa Schmitt hob Beniermann nach dem Köln-Spiel ausdrücklich als Spieler hervor, der sich zunehmend an das höhere Niveau gewöhne. Gerade dessen Eins-gegen-eins-Qualitäten sah der Coach als wichtigen Faktor für die kommenden Wochen.

Chancen auch in Hoffenheim – aber wieder kein Tor

Die Partie bei der TSG Hoffenheim II passte anschließend in das bisherige Muster. Meppen hatte in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile und kam früh zu Möglichkeiten. Schmitt verfehlte nach vier Minuten das Tor, Akono setzte einen Distanzschuss wenig später knapp vorbei. Hoffenheim zeigte sich effizienter. Yasin Zor nutzte in der 30. Minute einen Steckpass und erzielte den einzigen Treffer des Nachmittags. Nach der Pause drängte der SVM auf den Ausgleich. Jannic Ehlers, Akono und erneut Ehlers kamen innerhalb weniger Minuten zu Möglichkeiten, doch TSG-Torhüter Lukas Petersson und einmal die Hoffenheimer Defensive auf der Linie verhinderten das 1:1.

Danach verlor Meppens Offensive an Durchschlagskraft. Vor 606 Zuschauern blieb es beim 0:1. Damit hat sich die Situation weiter zugespitzt. Die Aussagen von Deters und Beniermann nach dem Köln-Spiel haben jedoch nichts von ihrer Aktualität verloren: Meppen kann Phasen auf Drittliga-Niveau mithalten, muss aus diesen Phasen aber mehr machen. Der erhoffte knappe Erfolg als möglicher Befreiungsschlag lässt weiter auf sich warten.

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