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Meppens Serie hält – doch Beniermann findet deutliche Worte

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Eine Woche zuvor hatte der SV Meppen beim 4:0 gegen Würzburg selbst für die Tore gesorgt. In Düsseldorf war vor allem einer gefragt, der sie verhinderte: Julius Pünt. Der Torhüter hielt beim 0:0 am Freitag mehrfach stark und sicherte den Emsländern den fünften ungeschlagenen Ligaauftritt in Folge. Für den Aufsteiger war es ein weiterer Punkt – aber kein Anlass, die Schwächen des Abends auszublenden.

Beniermann freut sich über das Ergebnis, nicht über alles

„Insgesamt ist das ein glücklicher Punkt für uns“, sagte Trainer Lucas Beniermann bei MagentaSport. Er lobte den Einsatz seiner Mannschaft, bewertete die erste Halbzeit inhaltlich aber kritisch. Sein kurzer Zusatz beschrieb den unmittelbaren Wert des Resultats: „Wir schützen unsere Serie.“ Die Zahlen geben dieser Einordnung Gewicht. Auf das 1:1 gegen Stuttgart II folgten das 2:0 in Rostock, ein weiteres 1:1 gegen Havelse und der deutliche Sieg über Würzburg. Mit dem Remis in Düsseldorf ergeben sich neun Punkte und 8:2 Tore aus fünf Ligaspielen. Der SVM blieb damit in sämtlichen Ligapartien des Oktobers ungeschlagen.

Pünt und Bähr verhindern den Rückstand

Dass die Serie Bestand hatte, war in der Merkur Spiel-Arena keineswegs selbstverständlich. Düsseldorf erspielte sich schon vor der Pause mehrere große Möglichkeiten. Pünt musste wiederholt eingreifen, Jorrit Hendrix traf zudem den Pfosten. Nach einem abgewehrten Freistoß verhinderte Florian Bähr auf der Linie den drohenden Rückstand. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Fortuna überlegen. Pünt rettete unter anderem gegen Filimon Gerezgiher und entschärfte in der Schlussphase einen gefährlichen Abschluss von Tim Oberdorf. Die Null war deshalb nicht allein das Ergebnis einer Partie ohne gegnerische Chancen. Meppen brauchte seinen Torwart ebenso wie entschlossene Rettungsaktionen und Glück.

Trotzdem war sogar der Siegtreffer möglich

Die Gäste kamen im Laufe der zweiten Halbzeit selbst besser nach vorne. Die größte Gelegenheit bot sich nach einem Schuss von Thorben Deters. Düsseldorfs Torhüter konnte den Ball nicht festhalten, doch auch Niclas Nadj brachte den Nachschuss nicht im Tor unter. Ein Treffer hätte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Gerade der Vergleich mit dem Würzburg-Spiel zeigt die Spannweite der jüngsten Auftritte. Meppen kann einen Gegner deutlich schlagen, nimmt inzwischen aber auch aus einem schwierigen Auswärtsspiel etwas mit. Daraus lässt sich Fortschritt beim Punktesammeln ablesen. Dass spielerisch weiterhin Arbeit wartet, hat Beniermann selbst deutlich gemacht.

Am 8. November empfängt der SVM Jahn Regensburg. Dann bietet sich die Chance, die Serie auf sechs Ligaspiele auszubauen. Die Grundlage dafür liefert ein erfolgreicher Oktober. Der Düsseldorfer Abend hat zugleich gezeigt, wie schnell dieser Lauf ohne einen starken Rückhalt hätte enden können.

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