Der SV Meppen hat sich im Kampf um den Klassenverbleib selbst um einen wichtigen Heimsieg gebracht. Beim 1:1 gegen Schlusslicht TSV Havelse blieb der Aufsteiger trotz 28 Torschüssen bei einem Treffer. Trainer Lucas Beniermann stellte sich anschließend vor seine Spieler. Schon am Samstag wartet das nächste direkte Duell im Tabellenkeller.
Prasse vergibt die große Chance zum Sieg
Es war die Szene, die Meppens Abend zusammenfasste: In der 90. Minute erreichte eine Hereingabe den völlig freien Luca Prasse. Aus kurzer Entfernung schoss der Angreifer über das Tor. Auch danach bekam der SVM noch Möglichkeiten. Niclas Wessels scheiterte an Havelses Torwart Tom Opitz, Prasse setzte einen Kopfball neben das Gehäuse. Der erhoffte zweite Treffer fiel nicht.
Dabei hatte die Partie zunächst von beiden Mannschaften gelebt. Kevin Schumacher brachte Havelse in Führung, Thorben Deters antwortete wenig später mit dem Ausgleich. Dass danach kein weiteres Tor fiel, lag auch an Opitz, der dem Meppener Druck standhielt. In der Schlussphase kam zur Gegenwehr des Keepers immer wieder die fehlende Genauigkeit der Gastgeber hinzu.
Beniermann trennt Leistung und Ergebnis
„Du musst das Spiel einfach gewinnen, eigentlich auch deutlich“, sagte Beniermann bei MagentaSport. Seine Enttäuschung richtete sich jedoch gegen die Ausbeute. Die Einstellung seiner Mannschaft stellte er ausdrücklich heraus: „Die Haltung war die richtige.“ Gerade Prasse nahm der Trainer in Schutz und verwies auf dessen bereits nachgewiesene Torqualitäten. Diese Unterscheidung ist für Meppen vor dem nächsten Spiel wichtig.
Die Mannschaft erspielte sich genügend Situationen für einen Sieg. Nun muss sie aus dieser Überlegenheit mehr machen, ohne nach einem vergebenen Abschluss die Ruhe zu verlieren. Ein einzelner Fehlschuss erklärt den verlorenen Sieg angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten jedenfalls nicht.
Würzburg steht mit elf Punkten direkt vor dem SVM
Die größere Bilanz fällt freundlicher aus als das Gefühl nach dem Abpfiff: Auf das 1:1 gegen Stuttgart II und den 2:0-Auswärtssieg in Rostock folgte nun ein weiteres Remis. Fünf Punkte aus drei Spielen sind ein Fortschritt. Beniermann warb deshalb auch für einen ausgewogeneren Blick: „Wir müssen auch mal die Mitte finden“. Trotzdem steht Meppen nach zehn Spieltagen mit elf Punkten auf Rang 17. Direkt davor liegen die ebenfalls elf Punkte starken Würzburger Kickers, die am Samstag, 24. Oktober, um 14 Uhr in der Hänsch-Arena antreten. Beide Aufsteiger können im direkten Vergleich Boden gewinnen. Für den SVM bietet sich damit unmittelbar die Gelegenheit, den ordentlichen Wochenertrag durch einen Heimsieg aufzuwerten.



Diskussion eröffnen
Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.