Die Ausschreitungen beim Pokalspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern beschäftigen nun auch offiziell den Deutschen Fußball-Bund. Der DFB bestätigte gegenüber dem „SWR“, dass gegen beide Vereine ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Stellungnahmen von Waldhof und dem FCK liegen dem Verband bereits vor.
DFB bestätigt Verfahren gegen beide Vereine
Nach den Vorfällen beim Pokalduell zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern hat der DFB die sportrechtliche Aufarbeitung aufgenommen. Wie der Verband auf Anfrage des SWR mitteilte, läuft inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen beide Klubs. Ein erster Schritt des Verfahrens ist bereits erfolgt: Sowohl Mannheim als auch Kaiserslautern haben dem DFB ihre Stellungnahmen zu den Ereignissen übermittelt. Damit liegen dem Verband die Einschätzungen beider Vereine vor, die nun in die weitere Prüfung einfließen können.
Wie es konkret weitergeht, ist allerdings noch offen. Nach Angaben des DFB wurde bislang nicht entschieden, welche weiteren Ermittlungsschritte folgen. Auch zu einem möglichen Zeitplan machte der Verband keine Angaben. Wann mit einer Entscheidung oder möglichen sportgerichtlichen Konsequenzen zu rechnen ist, bleibt damit zunächst unklar.
Sportrechtliche Folgen noch offen
Im Mittelpunkt des Verfahrens dürfte die Frage stehen, wie die Vorfälle rund um die Begegnung sportrechtlich bewertet werden. Aussagen über mögliche Strafen machte der DFB bislang nicht. Damit befindet sich das Verfahren noch in einem frühen Stadium. Erst nach Abschluss der Prüfung wird sich zeigen, ob und in welcher Form gegen einen oder beide Vereine vorgegangen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es weder eine Entscheidung noch eine konkrete Ankündigung möglicher Sanktionen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen sind die Ausschreitungen beim Pokalspiel in Mannheim, das Kaiserslautern nach Verlängerung mit 1:0 gewann. Rund um die Partie war es zu massiven Zwischenfällen gekommen. Unter anderem wurden pyrotechnische Gegenstände in Richtung anderer Personen abgefeuert.
FCK legt eigene Maßnahmen vor
Parallel zum DFB-Verfahren hat auch der 1. FC Kaiserslautern seine interne Aufarbeitung konkretisiert. Der Verein kündigte unter anderem an, die Videoüberwachung im Stadion und dessen Umfeld auszuweiten. Zusätzlich sollen die Kontrollen vor und an Spieltagen verstärkt werden, um das Einschleusen unerlaubter oder gefährlicher Gegenstände zu erschweren. Gegen Personen, denen ein Fehlverhalten nachgewiesen werden kann, will der FCK konsequent vorgehen. Als mögliche Maßnahmen nennt der Klub Stadionverbote, den Entzug von Dauerkarten und bei Vereinsmitgliedern auch einen Ausschluss. Zudem wird geprüft, ob Verantwortliche für entstandene Schäden finanziell in Anspruch genommen werden können.
Gleichzeitig stellt sich Kaiserslautern gegen eine pauschale Verurteilung der gesamten Fanszene. Nach Ansicht des Vereins sollen die Handlungen einzelner Personen nicht auf alle mitgereisten Anhänger übertragen werden. Für den weiteren Verlauf ist nun vor allem die Bewertung durch den DFB entscheidend. Da beide Vereine ihre Stellungnahmen eingereicht haben, liegt der Vorgang beim Verband. Wann die nächsten Schritte erfolgen und ob das Verfahren zu Sanktionen führt, ist derzeit noch nicht absehbar.



1 Kommentar
Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.
Wir als Dresdner schauen genau hin. Mal sehen ob sich die Strafe an unserer orientiert!