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Fortuna Düsseldorf: Warum Jens Langeneke jetzt die Wende schaffen soll

Mit Jens Langeneke beginnt bei Fortuna Düsseldorf ein neuer sportlicher Abschnitt. Nach mehreren Trainerwechseln setzt der Zweitliga-Absteiger auf einen Mann, der den Verein seit zwei Jahrzehnten kennt. Der 49-Jährige soll der Mannschaft vor allem Stabilität geben und mit einem pragmatischen Ansatz den Weg zurück in die Erfolgsspur finden.

Fortuna setzt auf Kommunikation und klare Führung

Bei der Entscheidung für Jens Langeneke spielte dessen Vergangenheit als Spieler und langjähriger Mitarbeiter der Fortuna eine wichtige Rolle, allerdings nicht die entscheidende. Sportdirektor Patrick Fabian sieht vor allem in der Arbeitsweise des neuen Cheftrainers die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Langeneke gilt als Trainer, der seine Vorstellungen verständlich vermitteln und zugleich auf die Bedürfnisse seiner Mannschaft eingehen kann. Fabian, der den 49-Jährigen bereits aus der gemeinsamen Zeit im Nachwuchsbereich kennt, hebt insbesondere dessen Überzeugungskraft und seinen Umgang mit Spielern hervor.

„Er weiß, wie man Spieler mitnimmt, kann auch deutliche Worte finden – und die kommen bei den Spielern an“, erklärt der Sportdirektor. Für die sportliche Führung steht dabei eine flexible Herangehensweise im Vordergrund. Taktische Vorgaben sollen nicht unabhängig von den Stärken und Bedürfnissen des Kaders umgesetzt werden. Fabian formuliert diesen Anspruch deutlich: „Es hilft nichts, den Spielern gegen ihr Gefühl irgendwas überstülpen zu wollen.“

Nach zahlreichen Trainerwechseln soll Ruhe einkehren

Die vergangenen Monate waren bei Fortuna Düsseldorf von personellen Veränderungen und sportlichen Rückschlägen geprägt. Weder Daniel Thioune noch Markus Anfang oder Alexander Ende gelang es, die Mannschaft dauerhaft zu stabilisieren. Am Ende stand der Abstieg in die 3. Liga. Obwohl Langeneke bereits unter den früheren Verantwortlichen Klaus Allofs und Sven Mislintat als mögliche interne Lösung infrage kam, erhielt er zunächst keine Gelegenheit als Cheftrainer.

Auch der nach dem Abstieg verpflichtete Manager Samir Arabi entschied sich anfangs für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Alexander Ende. Rückblickend räumt er ein, dass die erhoffte Stabilität ausblieb. „Es gab Argumente, es so zu lassen. Am Ende haben wir es nie geschafft, richtig Ruhe reinzubringen“, erklärt Arabi. Mit Langeneke soll nun ein Trainer übernehmen, dessen Vorstellungen nach Einschätzung der Verantwortlichen besser zur gewünschten sportlichen Ausrichtung passen.

Wiederaufstieg? Fortuna konzentriert sich auf die nächsten Aufgaben

Seinen ersten Auftritt als Cheftrainer hat Langeneke am Samstag um 14 Uhr beim Auswärtsspiel gegen Hansa Rostock. Dort wird sich erstmals zeigen, welche Veränderungen der bisherige Nachwuchstrainer bei den Profis vornimmt. Eine konkrete Aufstiegsansage vermeidet die Vereinsführung trotz der ambitionierten Ausgangslage. Angesichts der noch ausstehenden 28 Saisonspiele möchte Arabi den Blick zunächst auf die sportliche Entwicklung richten.

„Es sind noch 28 Spiele. Wir wollen das Bestmögliche machen“, betont der Manager. Auch Fabian möchte die kommenden Aufgaben einzeln angehen. Ein Ansatz, mit dem die Fortuna bereits in früheren erfolgreichen Spielzeiten gute Erfahrungen gesammelt hat. Für Langeneke beginnt damit eine anspruchsvolle Aufgabe. Als ehemaliger Abwehrspieler gehörte er einst zu jener Mannschaft, die Düsseldorf aus der 3. Liga bis in die Bundesliga führte. Nun soll er als Trainer dazu beitragen, dass sich der Verein nach dem jüngsten Abstieg wieder sportlich aufrichtet.

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