Hansa Rostock hat einen Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf trotz zahlreicher hochkarätiger Torchancen verpasst. Beim 1:1 im Ostseestadion brachte Andreas Voglsammer die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter zunächst in Führung, ehe ein folgenschwerer Patzer von Kapitän Franz Pfanne den Gästen den Ausgleich ermöglichte. Für die Fortuna endete das erste Spiel unter Interimstrainer Jens Langeneke damit zumindest mit einem Punktgewinn.
Hansa lässt zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt
Dass Rostock am Ende nur einen Zähler mitnehmen würde, war angesichts des Spielverlaufs kaum zu erwarten. Die Gastgeber bestimmten über weite Strecken das Geschehen, setzten Düsseldorf früh unter Druck und erarbeiteten sich deutlich mehr gefährliche Abschlüsse. Bereits in der Anfangsphase hätte Hansa in Führung gehen können. Nach einer Hereingabe von Leon Dajaku scheiterte zunächst Andreas Voglsammer mit seinem Vorhaben, ehe Kevin Schuster Düsseldorfs Torhüter Florian Lord zu einer starken Parade zwang. Auch anschließend fanden die Rostocker immer wieder Lücken in der gegnerischen Defensive.
In der 25. Minute lag der Ball erstmals im Düsseldorfer Tor. Voglsammer hatte nach einem Pfostentreffer im Nachsetzen getroffen, stand beim Zuspiel von Fatih Karada allerdings im Abseits. Der Treffer wurde folgerichtig aberkannt. Die Fortuna, bei der Jens Langeneke nach der Trennung von Alexander Ende erstmals an der Seitenlinie verantwortlich war, fand zunächst kaum offensive Lösungen. Erst kurz vor der Pause sorgte Anas Slimani mit einem Abschluss für Gefahr.
Führung und Ausgleich innerhalb weniger Augenblicke
Als sich die erste Halbzeit dem Ende näherte, belohnte sich Rostock schließlich für seine Überlegenheit. Florian Carstens gewann in der 44. Minute den Ball und leitete den Angriff selbst ein. Nachdem Düsseldorf die Situation im Strafraum nicht bereinigen konnte, bediente der Verteidiger Voglsammer, der zur verdienten Führung vollendete. Doch die Freude hielt nicht lange. In der Nachspielzeit unterlief Hansa-Kapitän Pfanne ein schwerwiegender Fehler. Nach einem langen Ball verlor er den Halt und spielte die Kugel direkt zu Slimani. Der Düsseldorfer nutzte die Gelegenheit und traf mit einem platzierten Schuss zum 1:1 (45.+1). Statt einer Führung nahm Rostock damit lediglich ein Unentschieden mit in die Kabine.
Zweimal Aluminium und ein glänzend aufgelegter Lord
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Kräfteverhältnis wenig. Hansa blieb die gefährlichere Mannschaft, während Düsseldorf überwiegend mit der Absicherung des eigenen Tores beschäftigt war. Besonders bitter für die Gastgeber verlief die 60. Minute. Nach einem Missverständnis im Düsseldorfer Spielaufbau fing Schuster den Ball ab und versuchte, Lord mit einem Heber zu überwinden. Der Schlussmann war bereits geschlagen, doch die Latte verhinderte das 2:1.
Nur vier Minuten später musste der Fortuna-Torhüter erneut sein Können zeigen. Einen Kopfball von Pfanne nach einem Freistoß von Adin Fatkic lenkte Lord mit einer starken Reaktion aus dem oberen Toreck. Auch Breitenreiters personelle Veränderungen brachten weitere offensive Impulse. Der eingewechselte Maximilian Krauß hatte in der 83. Minute die nächste große Gelegenheit. Sein platzierter Abschluss wurde von Lord jedoch noch an den Pfosten gelenkt.
In der Schlussphase zog sich Düsseldorf weit zurück und verteidigte den Punktgewinn mit großem Einsatz. Rostock versuchte bis zum Abpfiff, den entscheidenden Treffer zu erzwingen, fand aber keinen Weg mehr ins Tor.
Verpasste Gelegenheit für Rostock – Langeneke punktet beim Debüt
Für Hansa ist das Ergebnis besonders ärgerlich. Nach der vorherigen 0:2-Niederlage in Aachen zeigte die Mannschaft eine deutlich verbesserte Leistung, ließ aber sowohl bei der Chancenverwertung als auch in einer entscheidenden Defensivszene die nötige Konsequenz vermissen. Düsseldorf wiederum konnte nach dem 1:3 gegen Saarbrücken und dem anschließenden Trainerwechsel zumindest einen Teilerfolg verbuchen. Spielerisch offenbarte die Fortuna weiterhin Schwierigkeiten, profitierte jedoch von Rostocks individuellen Fehlern und einem starken Torhüter.
Für beide Mannschaften bleibt damit reichlich Arbeit. Während Hansa an seiner Effizienz vor dem gegnerischen Tor arbeiten muss, steht Langeneke vor der Aufgabe, dem Düsseldorfer Offensivspiel wieder mehr Durchschlagskraft zu verleihen.



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