Die Bilanz der letzten sechs Spiele bei den Saarländern lässt zu wünschen übrig. Lediglich ein Sieg konnte eingefahren werden. Statt um den Aufstieg geht es nun gegen den Abstieg. Der Präsident der Saarländer, Hartmut Ostermann, stellt sich dennoch hinter Rüdiger Ziehl, Cheftrainer und Manager des Drittligisten.
Nachdem in der vergangenen Saison ein möglicher Relegationsplatz zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga nur knapp verpasst wurde, war die Euphorie für diese Saison groß. Doch so richtig rund läuft es bei den Saarländern noch nicht. Nach 12 Spieltagen stehen sie mit 14 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz. Nur zwei Punkte trennen die Jungs von Rüdiger Ziehl vom ersten Abstiegsplatz. Doch was sind die Gründe für die Leistungen in der laufenden Spielzeit? „Wir kriegen zu viele einfache Gegentore und können diese Mangel nicht durch entsprechend mehr eigene Tore kompensieren. Also müssen wir uns defensiv möglichst schnelle wieder stabilisieren„, so Präsident Hartmut Ostermann gegenüber der „Bild„-Zeitung.
Saarbrücken vor schweren Aufgaben: Dresden und Bayern München im Blick
Zuletzt kam auch die Frage auf, ob Rüdiger Ziehl, der beim Drittligisten die Doppelrolle als Cheftrainer und Manager innehat, noch der Richtige an der Seitenlinie ist. In einem Interview mit „MagentaSport“ stellte er sich nach dem Spiel gegen Rot-Weiss Essen selbst in Frage. „Seine Aussage beweist doch lediglich, dass unser Trainer selbstreflektiert ist und durchaus selbstkritisch mit der Situation umgeht„, wertet Ostermann die Aussagen von Ziehl, der gestern seinen 46 Geburtstag feierte. Die Aufgabe am kommenden Wochenende wird für die Saarbrücker keine einfache. Mit Dresden wartet der souveräne Tabellenführer der 3. Liga. Anschließend trifft man im DFB-Pokal auf Bayern München.
Ostermann optimistisch: Die Mannschaft kann die Kurve kriegen
Auch der Ostermann ist sich der schweren Aufgaben bewusst, weiß aber auch, dass „man an den jeweiligen Herausforderungen auch wachsen kann. Da einige Spieler nach Sperre und Verletzung wieder zurück sind, bin ich überzeugt, dass wir die Kurve kriegen.“ Der Fokus liegt zunächst einmal auf dem Dresden-Spiel. Auch wenn die Rollenverteilung vor dem Spiel klar vergeben zu scheint, „muss es unser Anspruch sein, auch gegen den Tabellenführer zu punkten. Da verbieten sich Gedanken an eine Niederlage schon aus Prinzip.“ Trotz dem derzeitigen Negativtrend, ist der 72-Jährige davon überzeugt, dass die Mannschaft über einen sehr guten Charakter verfügt und über „genügend Persönlichkeiten, den Karren wieder aus dem Dreck ziehen können.“



Diskussion eröffnen
Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.