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Rui Mota setzt beim Waldhof zunächst auf Analyse statt Aktionismus

Foto: Waldhof X

Beim SV Waldhof Mannheim läuft der Neustart auf Hochtouren. Nach zahlreichen personellen Veränderungen richtet sich der Fokus nun darauf, aus den vielen Einzelteilen eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Mit Rui Mota übernimmt ein Trainer, der zunächst bewusst auf Analyse statt Schnellschüsse setzt und den Weg Schritt für Schritt gestalten möchte.

Waldhof startet in die nächste Phase des Umbruchs

Der personelle Wandel beim SV Waldhof Mannheim ist noch nicht abgeschlossen. Neue Spieler sind bereits hinzugekommen, weitere Veränderungen im Kader gelten als möglich. Gleichzeitig beginnt für Cheftrainer Rui Mota die wohl wichtigste Aufgabe seiner ersten Wochen: Er will herausfinden, welche Mannschaft ihm tatsächlich zur Verfügung steht und wie sie sich bestmöglich entwickeln lässt.

Für den Portugiesen steht deshalb zunächst nicht die Umsetzung einer festen Spielidee im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, die Stärken seiner Spieler kennenzulernen und daraus die passende Ausrichtung zu entwickeln. “Wir haben natürlich unsere eigene Philosophie”, erklärte Mota. Gleichzeitig machte er deutlich, dass diese nicht starr umgesetzt werde. Vielmehr solle sich die Spielweise an den Qualitäten des Kaders orientieren. Von einem Profi werde er niemals etwas verlangen, das, wie er selbst sagte, “gegen dessen Natur” gehe.

Entscheidungen sind noch nicht gefallen

Nach den ersten Trainingseinheiten hat sich der neue Cheftrainer bereits einen ersten Eindruck verschafft. Nach seiner Einschätzung passt ein Großteil der Mannschaft grundsätzlich zu seinen Vorstellungen. Dennoch laufen die Bewertungen weiter, denn bis zum Saisonauftakt bleibt noch Zeit, den Kader anzupassen.

Auch Sportgeschäftsführer Gerhard Zuber machte deutlich, dass weitere Personalentscheidungen nicht ausgeschlossen sind. Der laufende Umbruch könnte also noch einige Kapitel bekommen, bevor das endgültige Aufgebot für die neue Spielzeit feststeht.

Ein Trainerteam mit eingespielten Abläufen

Nicht nur auf dem Platz setzt der Waldhof auf neue Impulse. Rui Mota bringt mehrere enge Vertraute mit nach Mannheim. Pedro Sacramento übernimmt die Rolle des Co Trainers, Bruno Freitas wird für die Torhüter verantwortlich sein und Luis Barbosa kümmert sich um den athletischen Bereich. Aus dem bisherigen Trainerstab bleiben lediglich Asif Saric sowie Videoanalyst Lennart Lisson an Bord.

Die personelle Zusammensetzung kommt nicht von ungefähr. Teile des Trainerteams arbeiteten bereits an früheren Stationen zusammen und sollen ihre gemeinsamen Erfahrungen nun auch in Mannheim einbringen. Zuber sieht darin einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Vereins. Nach den Erkenntnissen aus den vergangenen Jahren sei bewusst darauf geachtet worden, zusätzliche Qualität zu gewinnen und gleichzeitig ein harmonisch arbeitendes Trainerteam zusammenzustellen.

Kleine Stellschrauben mit großer Wirkung

Obwohl Mota erst seit kurzer Zeit beim Waldhof arbeitet, hat er sich bereits intensiv mit den Abläufen im Verein beschäftigt. Sein erster Eindruck fällt positiv aus. “Der Klub ist sehr gut organisiert”, sagte der neue Trainer. Gleichzeitig sieht er Möglichkeiten, den Alltag rund um die Mannschaft weiter zu optimieren.

Dabei spricht der Portugiese ausdrücklich nicht von grundlegenden Veränderungen. Nach seiner Auffassung entscheiden häufig Details über den Unterschied. “Es sind eher die kleinen Dinge der täglichen Arbeit”, erklärte er und verwies unter anderem auf Bereiche der Infrastruktur, in denen sich Abläufe noch effizienter gestalten ließen.

Auch Zuber bestätigte, dass diese Themen intern bereits besprochen wurden. Für Mota steht dabei vor allem im Mittelpunkt, den Spielern bestmögliche Bedingungen zu bieten, um ihre Leistungen auf dem Platz abrufen zu können.

Internationale Erfahrung soll den Waldhof voranbringen

Der neue Mann an der Seitenlinie bringt reichlich Erfahrung aus dem internationalen Profifußball mit. Vor seinem Wechsel nach Mannheim war Mota unter anderem in Bulgarien tätig, wo er mit Ludogorez Rasgrad arbeitete. Diese Stationen haben seine Sicht auf professionelle Vereinsstrukturen geprägt.

Der nächste Schritt beginnt jetzt

Mit den Verpflichtungen von Goncalo Gregorio und Yannis Hör hat der SV Waldhof bereits erste personelle Akzente gesetzt. Ob bis zum Saisonstart weitere Veränderungen folgen, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch schon jetzt: Rui Mota möchte seine Handschrift nicht über Nacht durchsetzen. Sein Ansatz ist es, zunächst genau hinzusehen, den Kader realistisch einzuschätzen und auf dieser Grundlage eine Mannschaft zu formen, die zu seiner Vorstellung von Fußball passt. Erst wenn diese Analyse abgeschlossen ist, werden die nächsten sportlichen Entscheidungen folgen.

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