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Alemannia schlägt vor Ligastart zu: Bitumazala kommt an den Tivoli

Kurz vor dem Start in die neue Drittliga-Saison legt Alemannia Aachen personell noch einmal nach. Mit Nathan Bitumazala kommt ein offensiver Mittelfeldspieler an den Tivoli, den Trainer Mersad Selimbegovic bereits bestens kennt. Der 23-Jährige bringt Tempo, technische Qualität und eine Ausbildung bei Paris Saint-Germain mit nach Aachen.

Wiedersehen mit Selimbegovic am Tivoli

Für Nathan Bitumazala ist der Wechsel zu Alemannia Aachen auch eine Rückkehr zu einem vertrauten Trainer. Bereits bei der KAS Eupen arbeitete der Franzose eine Saison lang mit Mersad Selimbegovic zusammen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut, diesmal in der 3. Liga. Genau diese gemeinsame Vergangenheit spielte für den Neuzugang bei seiner Entscheidung eine Rolle. Bitumazala freut sich nach eigenen Worten besonders darauf, wieder unter Selimbegovic zu arbeiten. Auch Aachen selbst ist für ihn keineswegs unbekannt. Während seiner vier Jahre im nahe gelegenen Eupen habe er mitbekommen, welche „Euphorie“ die Alemannia in der Region auslösen könne.

Künftig will er diese Atmosphäre nicht mehr aus der Distanz erleben. Der 23-Jährige blickt bereits seinem ersten Auftritt vor den Fans auf dem Tivoli entgegen und freut sich darauf, nun selbst „ein Teil davon zu sein“.

Alemannia setzt auf Tempo und Vielseitigkeit

Sportlich erweitert Bitumazala die Möglichkeiten in der Aachener Offensive. Er kann sowohl über die Außenbahnen als auch im Zentrum eingesetzt werden. Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi sieht vor allem in dieser Variabilität einen wichtigen Faktor. Alemannia bekomme einen „schnellen und kreativen Offensivspieler“, betont Azzouzi. Gleichzeitig verweist der Sportchef auf Bitumazalas fußballische Ausbildung und dessen Entwicklung im belgischen Profifußball.

Auch Selimbegovic weiß aus eigener Erfahrung, welche Qualitäten sein neuer Spieler mitbringt. Neben dessen Geschwindigkeit hebt der Cheftrainer insbesondere die „hervorragende Technik“ hervor. Bitumazala verfüge damit über die Mittel, sich im direkten Duell gegen Gegenspieler durchzusetzen und dem Aachener Offensivspiel zusätzliche Impulse zu geben.

Von Paris über Eupen nach Aachen

Die fußballische Laufbahn des 23-Jährigen begann beim Savigny-le-Temple FC unweit von Paris. Schon 2015 folgte der große Schritt in die Nachwuchsabteilung von Paris Saint-Germain. Dort durchlief Bitumazala bis 2022 die weitere Ausbildung. Während seiner Zeit beim französischen Spitzenklub schaffte er es bis in den erweiterten Profibereich. Für die erste Mannschaft von PSG kam er einmal zum Einsatz, hinzu kamen neun Partien für die Reserve.

2022 verließ Bitumazala Frankreich und wechselte zur KAS Eupen. In Belgien sammelte er über vier Jahre deutlich mehr Erfahrung im Herrenfußball und absolvierte insgesamt 53 Pflichtspiele für den Klub. Zuletzt spielte er mit Eupen in der Challenger Pro League. Azzouzi sieht darin eine Entwicklung, die gut zum Aachener Anforderungsprofil passt. Nach der hochwertigen Ausbildung bei PSG habe Bitumazala in Belgien den Schritt in den Herrenbereich geschafft und sich dort etabliert.

Vertrag mit Perspektive

Alemannia bindet den offensiven Mittelfeldspieler zunächst für zwei Jahre. Zusätzlich enthält der Vertrag eine Option auf eine weitere Saison. Damit könnte Bitumazala bis 2029 an der Krefelder Straße bleiben. Unmittelbar vor dem Ligastart bekommt Selimbegovic damit noch einmal eine zusätzliche Alternative für seine Offensive. Und anders als bei einem klassischen Neuzugang beginnt die Zusammenarbeit nicht bei null. Trainer und Spieler kennen sich bereits, Bitumazala kennt die Region und die Bedeutung des Tivoli zumindest aus seiner Zeit in Eupen. Nun muss sich zeigen, wie schnell aus diesen günstigen Voraussetzungen auch sportlicher Einfluss auf dem Platz entsteht.