100 Euro für jedes Tor: DFB verbindet Spieltage mit Nachhaltigkeitsaktion

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Jedes Tor wird im September zum zusätzlichen Impuls für nachhaltiges Handeln: Während zweier Aktionsspieltage spendet der DFB für jeden Treffer 100 Euro an entsprechende Initiativen. Unter dem Motto „Gemeinsam. Gutes Spiel.“ verbinden die Klubs der 3. Liga und der Google Pixel Frauen-Bundesliga sportlichen Wettbewerb mit ökologischer Verantwortung, sozialer Teilhabe und zukunftsfähiger Vereinsarbeit.

Wenn Tore über den Spieltag hinaus wirken

Vom 4. bis 7. September sowie vom 11. bis 14. September 2026 soll Nachhaltigkeit in den Stadien nicht nur sichtbar, sondern konkret erlebbar werden. Die teilnehmenden Vereine entwickeln dafür eigene Aktionen und beziehen Fans, Partner sowie lokale Organisationen ein. Der DFB verstärkt dieses Engagement mit einer Spendenzusage: Für jedes Tor, das innerhalb des Aktionszeitraums fällt, fließen 100 Euro an nachhaltige Projekte. Damit erhält jeder Treffer neben seiner sportlichen Bedeutung eine zusätzliche Wirkung.

Im Mittelpunkt steht die Idee, die Reichweite des Fußballs weit über den Abpfiff hinaus zu nutzen. Bestehende Projekte sollen mehr Aufmerksamkeit bekommen, zugleich sollen neue Initiativen entstehen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen bewegen.

Nachhaltigkeit beginnt nicht erst beim Klimaschutz

Der Aktionsspieltag richtet den Blick bewusst auf mehrere Ebenen. Umwelt- und Klimaschutz bilden nur einen Teil des Programms. Ebenso wichtig sind soziale Verantwortung, Gesundheit, Vielfalt, Teilhabe und eine verlässliche Vereinsführung mit langfristiger Perspektive. Orientierung geben den Klubs die 34 Anforderungen der DFB-Nachhaltigkeitsrichtlinien. Seit der Saison 2025/2026 gehören diese Vorgaben verpflichtend zum Zulassungsverfahren für die 3. Liga und die Google Pixel Frauen-Bundesliga.

Damit wird das Thema nicht auf einzelne öffentlichkeitswirksame Aktionen reduziert. Nachhaltigkeit soll vielmehr als fester Bestandteil des Vereinsalltags verstanden werden, von organisatorischen Entscheidungen über den Umgang mit Ressourcen bis zur gesellschaftlichen Rolle eines Klubs. DFB-Geschäftsführer Spielbetrieb Manuel Hartmann bezeichnet Nachhaltigkeit entsprechend als Gemeinschaftsaufgabe, bei der „jeder Beitrag zählt“. Der Fußball erreiche Millionen Menschen und könne dadurch nicht nur Engagement sichtbar machen, sondern auch neue Beteiligung auslösen. Aus einzelnen Anstößen, so Hartmanns Hoffnung, könne dauerhaftes und „langfristiges Engagement“ wachsen.

Vom Shuttlebus bis zur Blutspende

Wie dieses Engagement vor Ort aussieht, entscheiden die Vereine selbst. Dadurch entsteht an den beiden Wochenenden ein breites Spektrum unterschiedlicher Maßnahmen. Geplant sind unter anderem Müllsammelaktionen und Baumpflanzungen. Auch nachhaltigere Speiseangebote in den Stadien können Teil des Programms sein. Bei der Anreise setzen einige Klubs auf Kombitickets, Shuttlebusse oder Mitfahrbörsen, um den Individualverkehr rund um die Spielstätten zu reduzieren.

Andere Vereine rücken soziale Themen in den Vordergrund. Dazu gehören inklusive Angebote, Blutspendeaktionen und Kooperationen mit Einrichtungen wie der Lebenshilfe. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, regionale oder nachhaltige Projekte über freiwillige Spendenaktionen zu unterstützen. Gerade diese Vielfalt gehört zum Konzept. Ein Verein kann bei Mobilität und Ressourcenschonung ansetzen, ein anderer bei Inklusion, Gesundheit oder lokaler Hilfe. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen zur jeweiligen Region und zum Umfeld des Klubs passen.

Eine gemeinsame Botschaft vor dem Anpfiff

Trotz der individuellen Programme setzen alle Beteiligten auch ein einheitliches Zeichen. Nach dem Einlaufen versammeln sich Mannschaften sowie Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter hinter einem Banner des Aktionsspieltags. Die Botschaft ist bewusst klar gehalten: Nachhaltigkeit betrifft alle, und jede Person kann einen Beitrag leisten. Auch während der Begegnungen bleibt das Thema präsent. Der DFB stellt den Vereinen Kapitänsbinden und Eckfahnen im Aktionsdesign zur Verfügung.

Die sichtbaren Elemente sollen Aufmerksamkeit schaffen. Entscheidend wird jedoch sein, was aus ihr entsteht. Der Aktionsspieltag versteht sich deshalb nicht als abgeschlossene Kampagne, sondern als Ausgangspunkt für Projekte, die auch nach den beiden Septemberwochenenden fortgeführt werden können. Fußball kann gesellschaftliche Probleme nicht allein lösen. Er kann ihnen aber eine große Bühne geben, Menschen zusammenbringen und lokale Veränderungen beschleunigen. Genau daran soll „Gemeinsam. Gutes Spiel.“ anknüpfen: Ein überzeugender Spieltag zeigt sich nicht nur am Ergebnis, sondern auch an dem, was nach dem Abpfiff weiterwirkt.

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