Alemannia Aachen hat den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Vor 30.083 Zuschauern am Tivoli setzte sich die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic mit 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf durch. Lukas Scepanik erzielte bereits nach zehn Minuten das entscheidende Tor – und die Gastgeber ließen anschließend mehrere Möglichkeiten aus, die Partie früher zu entscheiden.
Frühe Führung belohnt Aachens mutigen Beginn
Aachen setzte die Fortuna von Beginn an unter Druck. Selimbegovic hatte nach dem 0:1 in Würzburg vier Veränderungen vorgenommen und mit Riemann, Jung, Wiebe und Scepanik neue Kräfte in die Startelf gebracht. Vor allem das frühe Anlaufen bereitete Düsseldorf erhebliche Schwierigkeiten. Nach zehn Minuten zahlte sich der Aachener Ansatz aus. Ein Ballverlust der Gäste in Strafraumnähe leitete den entscheidenden Angriff ein. Über Köster gelangte die Kugel zu Matti Wagner, dessen Hereingabe Scepanik am langen Pfosten zum 1:0 verwertete.
Die Fortuna hätte zwar beinahe unmittelbar geantwortet, doch Riemann verhinderte gegen Wekesser den schnellen Ausgleich. Danach gehörten die besseren Möglichkeiten wieder den Hausherren. Köster und Scepanik näherten sich dem zweiten Treffer an, auch Schroers hatte kurz vor der Pause eine gute Gelegenheit.
Düsseldorfs Wechsel bringen zunächst neuen Schwung
Fortuna-Trainer Alexander Ende reagierte zur Halbzeit deutlich. Gleich drei neue Spieler kamen mit van der Sloot, Consbruch und Slimani in die Begegnung. Die Maßnahmen zeigten zunächst Wirkung: Düsseldorf trat nach Wiederbeginn entschlossener auf und kam unter anderem durch Consbruch zu einer Möglichkeit. Auch Schleusener bot sich nach einer Hereingabe von van der Sloot eine aussichtsreiche Situation. Riemann kam jedoch aus seinem Tor und verhinderte eine klare Abschlusschance.
Aachen überstand diese Phase und gewann anschließend wieder mehr Kontrolle. Einen zusätzlichen Vorteil erhielten die Gastgeber in der 62. Minute: Elias Egouli hielt Schroers auf und sah nach seiner bereits in der ersten Hälfte erhaltenen Verwarnung Gelb-Rot.
Aachen lässt die Entscheidung mehrfach liegen
In Überzahl boten sich der Alemannia genügend Gelegenheiten, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Die größte hatte Scepanik, der frei auf Fortuna-Keeper Lord zulief, seinen zweiten Treffer aber nicht zustande brachte. Wenig später scheiterte auch Schroers am Düsseldorfer Schlussmann. Selbst in der Schlussphase blieb das 2:0 möglich. Köster konnte einen weiteren Konter nicht nutzen, Daniel Starodid verpasste ebenfalls die endgültige Entscheidung. Dadurch blieb Düsseldorf trotz Unterzahl bis in die fünfminütige Nachspielzeit im Spiel, ein Treffer gelang den Gästen allerdings nicht mehr.
Aachen zieht an der Fortuna vorbei
Für die Alemannia ist der Erfolg auch mit Blick auf die Tabelle wertvoll. Nach den zuvor sieglosen Partien gegen Regensburg und Würzburg holten die Aachener wieder drei Punkte und zogen damit an Düsseldorf vorbei. Für die Fortuna endete dagegen eine Serie von vier Ligaspielen ohne Niederlage. Vor allem die Art des Erfolgs dürfte Aachen Mut machen: Die Gastgeber störten den Düsseldorfer Spielaufbau über weite Strecken wirkungsvoll und erspielten sich deutlich mehr Möglichkeiten, als das knappe Ergebnis vermuten lässt. Einzig die Chancenverwertung verhinderte einen früher beruhigenden Nachmittag am Tivoli.



Diskussion eröffnen
Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.