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Nicht auf dem Tivoli: Aachens Pokalduell steigt in Leverkusen

Für Alemannia Aachen führt die nächste Pokalreise nach Leverkusen: Der Drittligist trifft am 6. Oktober 2026 um 18 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion auf Grün-Weiß Brauweiler. Der Landesligist musste für die zweite Runde des Mittelrheinpokals einen anderen Austragungsort finden, weil der Verband das Spiel auf dessen eigener Anlage untersagte. Auch eine von beiden Vereinen gewünschte Lösung auf dem Tivoli scheiterte.

Warum der Tivoli keine Option war

Ein Pokalabend im eigenen Stadion wäre für die Alemannia durchaus möglich gewesen, zumindest nach den Vorstellungen der beiden Klubs. Sowohl Aachen als auch Brauweiler hätten die Begegnung gerne auf dem Tivoli ausgetragen. Wie die „BILD“ berichtet, lässt das Reglement des Verbandspokals einen solchen Heimrechttausch jedoch nicht zu. Damit blieb die Suche nach einer anderen geeigneten Spielstätte. Der Abtei-Sportpark, in dem Brauweiler normalerweise seine Heimspiele austrägt, war vom Fußball-Verband Mittelrhein aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen worden. Doch auch die geprüften Alternativen halfen zunächst nicht weiter: Weder das Kölner Südstadion noch das Franz-Kremer-Stadion oder die Anlage von Frechen 20 standen als Lösung zur Verfügung.

Zwischen Pokalhöhepunkt und organisatorischen Problemen

Für den Sechstligisten brachte das Los gegen den Drittligisten somit nicht nur Vorfreude, sondern auch erhebliche organisatorische Schwierigkeiten mit sich. Brauweilers Vorsitzender Hans Wirtz bezeichnete das Duell als „das größte Pflichtspiel der Vereinsgeschichte“. Umso größer ist sein Unverständnis darüber, dass seine Mannschaft diesen Höhepunkt nicht auf dem eigenen Platz erleben darf. Wirtz kritisierte die Anforderungen an Amateurvereine im Mittelrheinpokal. Viele Klubs könnten die Auflagen kaum erfüllen oder müssten bei der Austragung solcher Begegnungen finanzielle Verluste hinnehmen. Die Sicherheitsbedenken des Verbandes und das damit verbundene Verbot eines Spiels in Brauweiler machten ihn traurig.

Bayer ermöglicht Aachens Gastspiel in Leverkusen

Den Ausweg eröffneten schließlich Wirtz’ Verbindungen zu Bayer Leverkusen. Der Vater von Nationalspieler Florian Wirtz fragte beim Bundesligisten an und erhielt die Zusage für das Ulrich-Haberland-Stadion. Dort spielen normalerweise die Bayer-Frauen und die U19. Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes verwies auf das weiterhin enge Verhältnis zur Familie Wirtz. Obwohl weder Florian noch dessen Schwester Juliane noch für Bayer spielen, sei der Kontakt erhalten geblieben. Deshalb habe der Verein Brauweiler gerne mit seiner Spielstätte unterstützt.

Für die Alemannia steht damit fest, wohin sie zum Duell mit dem drei Spielklassen tiefer angesiedelten Gegner reisen muss. Der Spielort wechselt, das Heimrecht bleibt bei Brauweiler. Neben der BayArena geht es für den Drittligisten nun um den Einzug in die dritte Runde des Mittelrheinpokals.

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