,

Wahnsinn in Duisburg! Schalke-Leihgabe schreibt Drittliga-Geschichte

Was zunächst nach einem herben Rückschlag aussah, endete für den MSV Duisburg in einem historischen Fußballabend. Beim spektakulären 3:2-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim II avancierte ausgerechnet ein Einwechselspieler zum entscheidenden Mann. Schalke-Leihgabe Peter Remmert benötigte gerade einmal sechs Minuten für drei Treffer und stellte damit einen neuen Rekord in der Geschichte der 3. Liga auf.

Vom Rückstand zum nächsten Duisburger Erfolg

Die Erfolgsserie des MSV Duisburg hat ein weiteres außergewöhnliches Kapitel erhalten. Gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim standen die Zebras lange vor ihrer zweiten Saisonniederlage. Zur Halbzeit lag der Tabellenführer bereits mit 0:2 zurück, eine erfolgreiche Aufholjagd schien zu diesem Zeitpunkt alles andere als selbstverständlich. Doch die Mannschaft von Trainer Dietmar Hirsch bewies einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten. Eine entscheidende Rolle spielte dabei Peter Remmert, der nach dem Seitenwechsel auf dem Platz stand und eine Begegnung, die bereits verloren schien, praktisch im Alleingang auf den Kopf stellte. Für den 21-Jährigen, der vom FC Schalke 04 ausgeliehen ist, entwickelte sich der Nachmittag zu einem persönlichen Karrierehöhepunkt.

Remmert schreibt mit historischem Dreierpack Geschichte

Bis zur 70. Minute deutete wenig darauf hin, dass die Partie noch eine derart spektakuläre Wendung nehmen würde. Dann begann die große Show des Duisburger Angreifers. In der 71. Minute verkürzte Remmert zunächst auf 1:2. Nur eine Minute später schlug er erneut zu und stellte den Ausgleich her. Spätestens jetzt hatte sich die Atmosphäre in der Schauinsland-Reisen-Arena grundlegend verändert.

Doch damit nicht genug: In der 77. Minute erzielte der Offensivspieler auch noch den 3:2-Siegtreffer. Drei Tore innerhalb von nur sechs Minuten, schneller hatte in der Geschichte der 3. Liga zuvor noch kein Spieler einen Hattrick erzielt. Remmert selbst konnte die Ereignisse unmittelbar nach Spielende kaum einordnen. „Ich habe kein Zeitgefühl, es ging alles ziemlich schnell“, erklärte der Matchwinner bei MagentaSport. Besonders die Reaktion der Zuschauer nach dem Ausgleich habe der Mannschaft zusätzlichen Rückenwind gegeben.

Hirsch zwischen Begeisterung und Fassungslosigkeit

Auch MSV-Coach Dietmar Hirsch war nach dem Schlusspfiff sichtlich überwältigt. Der 54-Jährige hatte in seiner Trainerlaufbahn bereits einiges erlebt, eine derartige Aufholjagd dürfte jedoch auch für ihn zu den außergewöhnlichen Momenten gehören. „Sowas geht nur in Hollywood und hier, das ist unfassbar“, erklärte Hirsch gegenüber MagentaSport. Dabei stellte der Duisburger Trainer ausdrücklich die gemeinsame Leistung seiner Mannschaft heraus. Trotz des deutlichen Halbzeitrückstands hatte sich der MSV nicht aufgegeben und die Begegnung noch vollständig gedreht. Gleichzeitig machte Hirsch deutlich, welche Sonderstellung Remmert an diesem Tag einnahm. „Peter Remmert steht heute über allem“, betonte der Coach, der angesichts der turbulenten Schlussphase selbst erst einmal wieder zur Ruhe kommen musste.

DEINE MEINUNG ZÄHLT

Diskussion eröffnen

Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.

0
Noch keine KommentareSei der Erste, der seine Einschätzung teilt.
MITDISKUTIEREN

Kommentar schreiben

Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

Erscheint als Vereinsplakette neben deinem Namen.

8–2.500 Zeichen · maximal 2 Links