Der SV Meppen hat im Aufsteigerduell mit den Würzburger Kickers ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Die Niedersachsen feierten vor heimischer Kulisse einen überzeugenden 4:0-Erfolg und verschafften sich damit wichtige Luft im Tabellenkeller. Überragender Mann auf dem Platz war Jannic Ehlers, der an drei Treffern entscheidend beteiligt war. Durch den Sieg kletterte der SVM vom 17. auf den elften Tabellenplatz.
Ehlers wird zum entscheidenden Faktor
Vor allem bei Standardsituationen offenbarte die Würzburger Defensive erhebliche Schwächen. Diese nutzten die Gastgeber konsequent aus. Besonders Jannic Ehlers erwischte einen starken Nachmittag und entwickelte sich mit einem eigenen Treffer sowie zwei Torvorlagen zum spielentscheidenden Akteur. Seinen ersten großen Auftritt hatte der Offensivspieler in der 39. Minute, als er einen Eckball in den Strafraum brachte. Die Gäste bekamen die Situation nicht geklärt, sodass Stefan Rankic per Kopf auf 2:0 erhöhte. Der Ball landete dabei über den linken Innenpfosten im Netz.
Nach dem Seitenwechsel sorgte Ehlers selbst für die Vorentscheidung. In der 61. Minute behauptete er sich nach einem langen Zuspiel gegen die gegnerische Abwehr, ließ einen weiteren Verteidiger aussteigen und überwand Torhüter Marius Rajkovacic mit einem sehenswerten Heber. Auch beim vierten Treffer hatte Ehlers seine Füße im Spiel. Einen scharf getretenen Freistoß des Meppeners verlängerte Würzburgs Louis Breunig in der 73. Minute unglücklich per Kopf ins eigene Tor.
Meppen übernimmt nach verhaltenem Beginn die Kontrolle
Dabei hatte die Begegnung zunächst nur wenige Höhepunkte geboten. Beide Mannschaften begegneten sich in der Anfangsphase weitgehend auf Augenhöhe. Erst nach rund 20 Minuten übernahm Meppen zunehmend die Initiative. Eine erste große Gelegenheit hatte Luis Sprekelmeyer, dessen Kopfball in der 24. Minute von Dominik Meisel auf der Torlinie geklärt wurde. Nur zwei Minuten später fiel dennoch die Führung: Nach einer Hereingabe von Rechtsverteidiger Domröse traf Oliver Schmitt mit einem präzisen Abschluss zum 1:0.
Der Führungstreffer verlieh den Niedersachsen zusätzliche Sicherheit. Während sich Würzburg zunehmend schwertat, gefährliche Angriffe zu entwickeln, erspielte sich die Mannschaft von Trainer Lucas Beniermann weitere Möglichkeiten. Die Zwei-Tore-Führung zur Pause war entsprechend verdient.
Würzburgs Aufbäumen bleibt aus
Kickers-Trainer Michael Schiele reagierte bereits zur Halbzeit mit einem Wechsel und brachte Thomas Kastanaras für Franck Evina. Tatsächlich kamen die Gäste anschließend etwas besser in die Partie, ohne die Meppener Defensive jedoch ernsthaft unter Druck setzen zu können. Auf der Gegenseite verhinderte Rajkovacic zunächst gegen Kasra Ghawilu und Ehlers weitere Gegentreffer. Nach dem dritten Meppener Tor war die Begegnung praktisch entschieden. Die Kickers fanden auch in der Schlussphase keine Antwort mehr. Stattdessen hätte Schmitt in der 86. Minute beinahe noch auf 5:0 erhöht, verfehlte das Tor allerdings knapp.
Wichtiger Schritt aus dem Tabellenkeller
Für Meppen war der Erfolg auch mit Blick auf die Tabelle von großer Bedeutung. Vor der Begegnung waren beide Aufsteiger mit jeweils elf Punkten nahezu gleichauf gelegen. Während die Kickers nach ihrem jüngsten 2:0-Erfolg gegen Waldhof Mannheim mit Selbstvertrauen angereist waren, hatte der SVM bereits zuvor drei Spiele in Folge ohne Niederlage absolviert. Mit nun 14 Punkten und dem Sprung auf Rang elf setzt Meppen seine positive Entwicklung fort. Besonders erfreulich aus Sicht der Niedersachsen dürfte sein, dass neben der offensiven Durchschlagskraft auch die Defensive überzeugte. Würzburg dagegen muss nach der deutlichen Niederlage vor allem seine Anfälligkeit bei Standardsituationen aufarbeiten.



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