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13 Punkte, 18 Tore: Seitz führt Wiesbaden nach oben – auch dank seiner Joker

Elf Tore in zwei Spielen sind ein Ausrufezeichen. Beim SV Wehen Wiesbaden zeigt eine andere Zahl noch deutlicher, wie viel sich verändert hat: Unter Jochen Seitz hat die Mannschaft 13 von 15 möglichen Punkten geholt. Mit dem 4:1 beim SC Verl setzte der SVWW am Samstag seine Serie fort. Vier unterschiedliche Torschützen und zwei erfolgreiche Einwechselspieler lieferten den nächsten Beleg für die Breite der Offensive.

18 Treffer in fünf Ligaspielen

Seit Seitz sein erstes Ligaspiel mit Wiesbaden bestritten hat, stehen vier Siege und ein Unentschieden zu Buche. Auf das 4:2 in Ingolstadt folgten ein 3:0 gegen Aachen, das torlose Remis in Regensburg sowie das 7:1 gegen Großaspach und nun der Erfolg in Verl. Zusammengerechnet ergibt das 18:4 Tore. Zum Vergleich: In den ersten sieben Ligapartien dieser Saison hatte Wiesbaden lediglich fünf Punkte gesammelt und fünf Treffer erzielt. Die jüngsten Ergebnisse haben die Ausgangslage erheblich verbessert. Nach dem Sieg in Ostwestfalen stand der SVWW vorläufig auf Rang vier. Der zwölfte Spieltag wird allerdings erst am Sonntag abgeschlossen.

Drei Joker an den späten Toren beteiligt

„Wir sind unberechenbar“, hatte Seitz bereits am Donnerstag im vereinseigenen Spieltagsinterview erklärt. Anlass waren die sieben verschiedenen Torschützen gegen Großaspach. Der Trainer beschrieb dabei ausdrücklich den Anspruch, dass auch Innenverteidiger nach Standards und nachrückende Mittelfeldspieler zum Torerfolg beitragen sollen. In Verl legte die Bank nach. Robin Kalem und Niklas May erzielten in der Nachspielzeit die beiden letzten Treffer. Mays Tor bereitete mit Moritz Flotho ein weiterer eingewechselter Spieler vor. Zuvor hatten Lukas Schleimer und Marcus Müller getroffen. Die personelle Vielfalt war damit erneut ein konkreter Erfolgsfaktor.

Das Ergebnis verdeckt eine enge Partie

So deutlich das 4:1 ausfiel, so wenig war der Nachmittag von Beginn an entschieden. Verl hatte vor der Pause mehr Ballbesitz und gute Möglichkeiten. Schleimers Führung glich Almin Mesanovic aus. Erst nach dem Seitenwechsel brachte Müller die Gäste wieder nach vorne. Bis zur Nachspielzeit blieb es beim knappen Vorsprung. Wiesbadens Erfolg beruhte deshalb auch darauf, die schwierigen Spielphasen zu überstehen und die eigene Führung zu verteidigen. Erst die späten Treffer machten aus einem umkämpften Auswärtsspiel einen klaren Sieg. Wer nur das Endergebnis betrachtet, übersieht diesen Teil des Nachmittags.

Nach fünf Ligaspielen unter Seitz geht der Aufschwung über einen gelungenen Trainereinstand hinaus. Die Mannschaft gewinnt deutlich häufiger und erzielt erheblich mehr Tore als zuvor. Der nächste Prüfstein wartet am 7. November mit dem Heimspiel gegen den TSV Havelse. Dann kann Wiesbaden zeigen, ob die Serie auch nach zwei besonders torreichen Auftritten Bestand hat.

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