Die Ergebnisserie wird für Fortuna Köln zunehmend belastend. Nach dem 1:2 gegen die Würzburger Kickers stehen vier Niederlagen hintereinander und weiterhin kein Heimsieg zu Buche. Besonders bitter: Noch vor der Pause hatte die Mannschaft von Matthias Mink die Gelegenheit, den Rückstand vollständig zu drehen.
Ein Wechsel am Elfmeterpunkt
Romeo Aigbekaen verwandelte den ersten Strafstoß zum 1:1. Als Fortuna kurz darauf erneut einen Elfmeter erhielt, trat jedoch Hamadi Al Ghaddioui an. Der Angreifer scheiterte an Würzburgs Torwart Marko Rajkovacic. Statt mit einer Führung ging Köln mit einem Unentschieden in die Kabine. Die Entscheidung für einen anderen Schützen beschäftigte anschließend auch den Trainer. Nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers konnte Mink nicht genau erklären, weshalb Al Ghaddioui übernommen hatte.
Eine mögliche Überlegung sei gewesen, dem Torwart einen anderen Schützen gegenüberzustellen, nachdem dieser beim ersten Versuch bereits die richtige Ecke gewählt hatte. Mink beschrieb damit eine mögliche Erklärung, keinen bestätigten Ablauf der Entscheidung. Al Ghaddioui übernahm die Verantwortung für den Fehlschuss. „Ich bin eigentlich ein sicherer Schütze, heute hat es leider nicht funktioniert.“ Er verwies zugleich darauf, wie wertvoll eine Führung unmittelbar vor der Pause gewesen wäre.
Ein Tor beendet noch keine Ergebniskrise
Dass Köln überhaupt wieder getroffen hat, bringt in der Tabelle keinen Fortschritt. Zuvor hatte Fortuna gegen Rot-Weiss Essen mit 0:2 sowie gegen Stuttgart II und Preußen Münster jeweils mit 0:1 verloren. Mit der Würzburg-Partie summiert sich die Ausbeute aus den jüngsten fünf Ligaspielen auf einen Punkt und ein erzieltes Tor. Nach zwölf Spieltagen stehen insgesamt zehn Punkte auf dem Konto.
Auch im sechsten Heimspiel gelang kein Sieg. Gegen Würzburg sorgte schließlich Tarsis Bonga nach einer Ecke in der 72. Minute für die Entscheidung. Mink fasste die fehlende Belohnung für den Aufwand im Vereinsbericht knapp zusammen: „Viel Invest reicht nicht.“ Zwar gab es neue Impulse durch die Einwechslung von Bennit Bröger und spätere Möglichkeiten der Gastgeber, einen weiteren Treffer gelang dennoch nicht. Der vergebene Strafstoß ist deshalb die auffälligste Szene des Nachmittags, erklärt für sich allein aber noch nicht die gesamte jüngste Negativserie.
In Mannheim wartet die nächste Gelegenheit
Am Samstag, 7. November, tritt Fortuna Köln um 14 Uhr bei Waldhof Mannheim an. Anschließend folgen das Heimspiel gegen Meppen und das Derby gegen Viktoria Köln. Aus den jüngsten Ergebnissen ergibt sich eine klare sportliche Aufgabe: Köln muss seine wenigen Erfolgsmomente wieder in Punkte umsetzen. Der Ausgleich gegen Würzburg war dafür ein Anfang innerhalb eines Spiels. Eine Wende in der Ergebnisserie war er noch nicht.



Diskussion eröffnen
Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.