Emil Holten möchte beim FC Hansa Rostock wieder zumindest teilweise ins Mannschaftstraining einsteigen. Nach Fortschritten im individuellen Aufbau schöpft der Angreifer Hoffnung, seinem Comeback näherzukommen. Trainer Daniel Brinkmann könnte damit perspektivisch wieder auf seinen erfolgreichsten Torschützen der vergangenen Saison zurückgreifen, ein Einsatztermin steht allerdings nicht fest.
Voglsammer hat im Angriff vorgelegt
Während Holten in dieser Saison noch auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz wartet, hat Andreas Voglsammer bereits drei Treffer aus vier Begegnungen vorzuweisen. Eine Rückkehr des Dänen würde Brinkmann eine weitere Möglichkeit für die Besetzung der Offensive eröffnen. Welche Bedeutung Holten für Rostock haben kann, zeigt seine Ausbeute aus der vergangenen Spielzeit: Mit 15 Toren aus 33 Ligaeinsätzen führte er die vereinsinterne Torschützenliste an. Hansa entschied sich anschließend dafür, den zuvor von Elfsborg IF ausgeliehenen Stürmer fest zu verpflichten. Besonders in der Rückrunde hatte der inzwischen 30-Jährige mit seinen Leistungen überzeugt. An diese erfolgreiche Zeit konnte er wegen seiner Beschwerden bislang nicht anknüpfen.
Holten setzt auf einen schrittweisen Einstieg
Dass sich seine Situation zuletzt verbessert hat, schilderte Holten bei MagentaSport in der Halbzeitpause der Rostocker Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden, die 1:1 endete. Insbesondere die zurückliegende Trainingswoche habe ihn vorangebracht. Nun hoffe er darauf, wieder einzelne Teile der Arbeit mit der Mannschaft absolvieren zu können. Die lange Ausfallzeit empfinde er als frustrierend, zugleich nehme er eine Besserung wahr. Einen konkreten Spieltag für seine Rückkehr nannte Holten nicht. Er äußerte lediglich den Wunsch, möglichst wenige weitere Begegnungen zu verpassen. Wann Brinkmann ihn wieder einsetzen werde, müsse sich zeigen.
Auch der Trainer hatte sich zuletzt nicht auf eine Prognose eingelassen. Trotz mehrfacher Nachfragen blieb offen, ab wann er wieder mit dem Angreifer planen kann. Holtens jüngste Aussagen beschreiben deshalb vor allem einen erhofften nächsten Trainingsschritt, noch keine unmittelbar bevorstehende Rückkehr in den Spielbetrieb.
Die Probleme reichen bis in die Vorsaison zurück
Nach Holtens Darstellung begann die Leidensgeschichte bereits zum Ende der vergangenen Spielzeit mit leichten Rückenbeschwerden. In der Vorbereitung seien diese erneut aufgetreten und hätten anschließend auch die Adduktoren beeinträchtigt. Seinen bislang letzten Einsatz absolvierte Holten am 15. Juli beim 3:0 im Testspiel gegen den Greifswalder FC. Seit nahezu zwei Monaten kann er nicht wie gewohnt arbeiten; seit längerer Zeit trainiert er ausschließlich individuell.
Für Hansa wäre seine Rückkehr angesichts der Torbilanz aus dem Vorjahr eine wichtige Verstärkung der vorhandenen Möglichkeiten. Vorerst geht es jedoch darum, den individuellen Aufbau wieder um Einheiten mit den Mitspielern zu erweitern. Erst danach rückt die Frage nach Pflichtspielminuten in den Vordergrund.



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