Fortuna Düsseldorf musste sich beim FC Hansa Rostock mit einem 1:1 begnügen. Neben dem Ergebnis sorgte vor allem eine umstrittene Szene im Rostocker Strafraum für Gesprächsstoff. Angreifer Eric Hottmann fühlte sich nach einem nicht geahndeten Trikotziehen um einen Elfmeter gebracht und übte anschließend deutliche Kritik an Schiedsrichter Lars Erbst.
Hottmann kritisiert ausgebliebenen Elfmeterpfiff
In der 32. Spielminute bot sich Fortuna Düsseldorf eine aussichtsreiche Gelegenheit zur Führung. Nach einer Eckballverlängerung landete der Ball am zweiten Pfosten, wo Eric Hottmann zum Abschluss bereitstand. Im Zweikampf mit Rostocks Marco Schuster wurde dem Angreifer jedoch das Trikot über den Kopf gezogen, sodass er den Ball nicht mehr erreichen konnte. Schiedsrichter Lars Erbst ließ die Partie trotz der Proteste weiterlaufen. Eine Entscheidung, die Hottmann auch nach dem Abpfiff nicht nachvollziehen konnte.
„Das ist für mich ganz klar ein Elfmeter. Ich stehe blank am zweiten Pfosten, muss eigentlich nur noch den Fuß hinhalten. Der Gegner zieht mir das Trikot über den Kopf und ich stehe blind da“, so der 26-Jährige nach der Partie. Besonders die Position des Unparteiischen sorgte beim Düsseldorfer für Unverständnis. „Der Schiedsrichter steht fünf Meter hinter mir. Er hat freie Sicht und tut so, als würde er es nicht sehen.“ Auch die anschließende Erklärung des Referees konnte Hottmann nicht überzeugen. „Da brodelt es in mir. Der Schiedsrichter hat gesagt, dass es schwer zu sehen ist.“
Keine nachträgliche Überprüfung möglich
Anders als in den beiden höchsten deutschen Spielklassen kommt in der 3. Liga kein Video-Assistent zum Einsatz. Eine Überprüfung der Szene war deshalb nicht möglich. Für Hottmann war die Angelegenheit dennoch eindeutig. Seine Verärgerung brachte er mit einer weiteren Aussage zum Ausdruck: „Ich werde mir ja nicht selbst das Trikot über dem Kopf ziehen, wenn ich frei am zweiten Pfosten stehe!“ Ein möglicher Strafstoß hätte der Begegnung früh eine andere Richtung geben können. Stattdessen blieb die Partie zunächst torlos, ehe Rostock kurz vor der Halbzeit durch Andreas Voglsammer in Führung ging (44.). Düsseldorf antwortete allerdings umgehend: Anas Slimani nutzte einen Fehler von Hansa-Kapitän Franz Pfanne und erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich (45.+1.).
Langeneke startet mit einem Punkt – Meppen wartet
Trotz der umstrittenen Entscheidung durfte sich Fortuna Düsseldorf über einen Zähler freuen. Beim Debüt von Jens Langeneke als Cheftrainer erwiesen sich die Rostocker über weite Strecken als die gefährlichere Mannschaft, konnten ihre Möglichkeiten allerdings nicht konsequent nutzen. Die nächste Gelegenheit auf den ersten Sieg unter Langeneke bietet sich bereits am Freitag, 30. Oktober. Dann empfängt Düsseldorf um 19 Uhr den SV Meppen. Nach den Diskussionen in Rostock dürfte vor allem Hottmann darauf aus sein, wieder mit sportlichen Aktionen für Schlagzeilen zu sorgen.


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