Preußen Münster hat beim 1:0 gegen Fortuna Köln am vergangenen Wochenende mehr gewonnen als drei Punkte. Nach fünf sieglosen Ligaspielen gelang der Mannschaft von Thomas Wörle nicht nur der ersehnte Erfolg, sondern auch die erste Partie ohne Gegentreffer in dieser Drittligasaison. Gerade für eine Mannschaft, die zuletzt mehrfach Führungen verspielt hatte, besitzt das besondere Bedeutung. Ein überzeugender Befreiungsschlag war der Heimsieg allerdings nicht. Köln erspielte sich vor allem nach der Pause gute Möglichkeiten und hätte selbst in Führung gehen können. Dass Münster am Ende jubelte, lag deshalb auch an Matthis Harsman, der den Vorzug vor Morten Behrens erhielt.
Harsman und Koulis geben der Defensive Halt
Harsman hatte bereits beim Pokalerfolg in Wattenscheid gespielt und durfte nun auch in der Liga beginnen. Gegen die Fortuna bewahrte er seine Mannschaft mit wichtigen Paraden vor einem Rückstand. Damit schuf er die Voraussetzung dafür, dass ein später Treffer reichen konnte. Zudem kehrte Kapitän Niko Koulis nach seiner Verletzung in die Ligaelf zurück. Auch Philipp Maier stand nach krankheitsbedingter Pause wieder von Beginn an auf dem Platz. Münster hatte damit erfahrene Kräfte zurück, musste um die defensive Stabilität aber weiterhin kämpfen. Die Kölner Möglichkeiten zeigten, dass die Probleme mit einem veränderten Personalbild nicht automatisch verschwunden sind.
Diesmal bleibt der späte Vorsprung bestehen
Für die Entscheidung sorgte Charalambos Makridis in der 78. Minute per Kopf. Anschließend gelang den Preußen etwas, das zuletzt zu oft misslungen war: Sie verteidigten ihre Führung bis zum Schlusspfiff. Wörle hatte nach der Partie darauf verwiesen, dass die zuvor aus der Hand gegebenen Vorsprünge das Selbstvertrauen seiner Mannschaft beeinträchtigt hätten. Entsprechend wichtig ist ein Ergebnis, das den Spielern wieder Sicherheit geben kann. Der Trainer beschönigte die Leistung dabei nicht. „Dass wir auch zu null spielen, tut unserem Selbstvertrauen gut“, erklärte er. Zugleich räumte er ein, dass Münster auch das nötige Glück auf seiner Seite gehabt habe.
In Aachen folgt die nächste Bewährungsprobe
Nach Abschluss des 11. Spieltags stehen die Preußen mit 15 Punkten auf Rang elf. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt vier Zähler. Ein Polster, auf dem sich die Mannschaft ausruhen könnte, ist das nicht. Am Sonntag, 1. November, um 19.30 Uhr wartet das Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen. Dort muss sich zeigen, ob Münster aus dem Erfolg mehr Ruhe für die kommenden Aufgaben ziehen kann. Das 1:0 liefert dafür einen Anfang: Die Mannschaft hat ein enges Spiel gewonnen und eine Führung behauptet. Für eine dauerhafte Stabilisierung wird sie allerdings weniger gegnerische Chancen zulassen müssen.


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