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Fan-Frust nach 1:4: Shala stellt sich vor seine Verler Mannschaft

Die Niederlage war deutlich, die Reaktion auf den Rängen ebenfalls. Nach dem 1:4 gegen den SV Wehen Wiesbaden gab es in der Sportclub-Arena Pfiffe, einige Anhänger suchten anschließend die Aussprache mit den Spielern. Orest Shala stellte sich trotzdem vor seine Mannschaft. Der Trainer des SC Verl sieht trotz der dritten Niederlage in Folge einen Unterschied zwischen dem Ergebnis und dem Einsatz seiner Profis.

Shala widerspricht dem Eindruck eines schwachen Auftritts

„Die Jungs haben alles investiert“, sagte Shala auf der Pressekonferenz. Er könne den Unmut über das Resultat verstehen, den Einsatz seiner Mannschaft stellte er jedoch nicht infrage. Der Coach verwies darauf, dass Verl nach dem 1:2 bewusst mehr Risiko genommen hatte. Zwei weitere Gegentreffer in der Nachspielzeit ließen die Niederlage schließlich besonders deutlich ausfallen.

Zum Spielverlauf passt, dass die Gastgeber vor der Pause durchaus Möglichkeiten zu einem besseren Ergebnis hatten. Almin Mesanovic beantwortete die Führung durch Lukas Schleimer mit dem Ausgleich und kam zu weiteren gefährlichen Abschlüssen. Eine Verler Führung blieb jedoch aus. Nach dem Seitenwechsel nutzte Marcus Müller eine Unaufmerksamkeit zum erneuten Wiesbadener Vorsprung.

Auch die besseren Phasen bringen keine Punkte

Für Verl bleibt damit eine ernüchternde Bilanz: Aus den jüngsten fünf Ligaspielen holte die Mannschaft nur zwei Punkte bei 7:13 Toren. Nach den beiden 2:2 gegen Düsseldorf und Regensburg folgten das 1:2 bei Hoffenheim II, das 1:3 bei Viktoria Köln und nun die Heimniederlage gegen Wiesbaden. Am Sonntagmittag steht der Sportclub mit zwölf Zählern auf Rang 17.

Dennis Waidner bewertete den Auftritt zwar als verbessert, benannte aber weiterhin Probleme in der Defensive. Insbesondere beim zweiten Gegentor habe es Verl dem Gegner zu einfach gemacht. Die Mannschaft findet damit durchaus Ansätze, an denen sie anknüpfen kann. In den entscheidenden Situationen reichen diese bislang nicht aus.

Verletzungen erschweren die Suche nach Stabilität

Shala musste seine Startelf gegen Wiesbaden auf vier Positionen verändern. Unter anderem fehlten Kapitän Niko Kijewski und Joshua Eze wegen Muskelverletzungen. Dafür begannen Janne Berner und Fabian Wessig; außerdem rückten Raphael Araoye und Kasim Rabihic in die Anfangsformation. Waidner führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld.

Gerade Rabihic und Mesanovic sorgten vor der Pause für Gefahr. Nach dem erneuten Rückstand fand Verl gegen die kompakte Wiesbadener Abwehr allerdings seltener klare Lösungen. Auch die offensiven Wechsel brachten keinen Ausgleich mehr. Am 8. November folgt das Gastspiel beim VfB Stuttgart II. Dort muss aus den besseren Spielphasen wieder ein zählbares Ergebnis werden, damit sich die Lage im Tabellenkeller entspannt.

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