Konnte man noch in der Saison 2019/20 die Nachlizenzierung ohne die Aufnahme von Fremdkapital bewerkstelligen, so ist die Corona-Pandemie auch bei den Mannheimern nicht spurlos vorbeigegangen. Der DFB hat bei der Nachlizenzierung nun einen weiteren notwendigen Liquiditätsbedarf in Höhe von 717.000,- € festgestellt.
Das Jahr 2019/20 konnte man noch mit einem Gewinn abschließen. Die Corona-Pandemie hat aber auch die Mannheimer erwischt, sodass der DFB in der Nachlizenzierung für die laufende Saison 2020/21 einen weiteren notwendigen Liquiditätsbedarf in Höhe von 717.000,- € bei der SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH festgestellt hat. „Damit einhergehend haben wir die Auflagen erhalten, bis zum 21.01.2021 diesen Betrag zzgl. weiterer Gelder für geplante Neuverpflichtungen in der Wintertransferperiode nachzuweisen„, heißt es in einer Pressemitteilung der Mannheimer.
Familie Beetz setzt ein Zeichen
Weiter heißt es: „Da die angekündigten weiteren Coronahilfen des Bundes bislang noch nicht beantragt werden konnten und wir im sportlichen Bereich die Handlungsfähigkeit für personelle Verstärkungen herstellen möchten, stellt die Familie Beetz der SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von 1.000.000,- € zur Verfügung.“
Die Familie Beetz sind selbst leidenschaftliche Fans des SV Waldhof Mannheim. Bernd Beetz, der auch Präsident der Mannheimer ist, sagt: „Auch in der aktuellen Krise möchten wir unserem SV Waldhof Mannheim helfen. Immer mehr Vereine sind in den letzten Wochen in eine existenzielle Not geraten. Das aufgrund der Pandemie notwendige Krisenmanagement hat bei uns abermals sehr gut funktioniert und wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam als Verein auch aus dieser Krise stärker herauskommen können und möchten ganz im Sinne „Einmal Waldhof – immer Waldhof“ ein deutliches Zeichen setzen, stehen zu unserem SVW und freuen uns auf die Weiterführung der positiven Entwicklungen beim SV Waldhof Mannheim.“
Auch sein Sohn Christian Beetz, welcher selbst bei jedem Heimspiel im Carl-Benz-Stadion vor Ort ist, spricht davon, dass „es uns ein besonderes Anliegen ist, den SV Waldhof Mannheim in der jetzigen Phase mit unserem Darlehen zu unterstützen. Mit unserer Unterstützung möchten wir dem SV Waldhof beim Erreichen der Ziele helfen und uns weiter zum SVW bekennen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Beetz.
Entwicklungen in der 3. Liga sind dramatisch
Geschäftsführer Markus Kompp sieht die Lage in der 3. Liga derweil als „dramatisch“ an. Auch an den Mannheimern ist die Pandemie daher nicht spurlos vorbeigegangen. „Hintergrund des voraussichtlichen Liquiditätsbedarfs ist, dass die Umsatzplanungen im November nahezu um 4 Millionen nach unten korrigiert werden mussten. Wiederum konnten aber auch „Einsparungen im siebenstelligen Bereich vorgenommen und geplant werden, sodass der Liquiditätsbedarf im Hinblick auf die nunmehr seit 9 Monaten teilweise zu 100% ausfallenden Einnahmen, anhaltenden Beschränkungen und Unsicherheiten verhältnismäßig gering ausfällt als ursprünglich zu erwarten war“, so Markus Kompp.



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