Der 1. FC Saarbrücken hat sich mit einer starken und engagierten Leistung einen 2:0-Heimsieg gegen Dynamo Dresden gesichert. Die utopische Nachspielzeit sorgte dabei für Unverständnis.
Die Tore erzielten Grimaldi und Neudecker. Cheftrainer Rüdiger Ziehl hatte drei Änderungen in der Startelf vorgenommen und den gesperrten Rizzuto durch Gaus ersetzt, Becker für Thoelke gebracht und den auskurierten Infekt von Neudecker für Günther-Schmidt genutzt. Beide Mannschaften zeigten sich von Beginn an präsent und griffig in den Zweikämpfen, so dass Räume kaum zugelassen wurden und Strafraumszenen zunächst Mangelware blieben.
Batz hält hinten die Null
In der 19. Minute hatte Neudecker nach einem Fehler der Gäste im Mittelfeld plötzlich viel Platz und Grimaldi konnte die Flanke von Rabihic von der Strafraumgrenze mit einem Schlenzer ins lange Eck verwerten. Torhüter Drljaca parierte zur Ecke. Kurz darauf wurde auch Dresden gefährlich, als Hauptmann nach einem feinen Steilpass frei vor Batz auftauchte. Doch der zweite Ball landete bei Arslan, den Batz stark aus dem Eck fischte. Die nächste Chance nutzten die Blau-Schwarzen und eröffneten den Torreigen mit einer guten Seitenverlagerung von Rabihic, die Becker aufnahm und Boeder bediente.
Dessen Flanke auf den zweiten Pfosten fand Grimaldi, der in der 27. Minute zur Führung einköpfte. Fast hätten die Gäste die passende Antwort parat gehabt, doch Hauptmann scheiterte erneut an Batz. In der Folge nutzte der FCS den Schwung der Führung und dominierte das Geschehen. Gnaase riskierte nach einer Ecke aus der Distanz alles, Kerber hatte mit seinem Kopfball kein Glück. In der 45. Minute passte Boeder vom Strafraum flach nach innen und Neudecker drückte den Ball am zweiten Pfosten zum 2:0 ein.
Kaum Entlastung in der Schlussphase
Auch nach Wiederanpfiff waren die Blau-Schwarzen präsent und hatten durch Rabihic früh die nächste Chance. Dresden versuchte jedoch, das Ergebnis zu drehen und drängte allmählich nach vorne. Entlastung gelang in dieser Phase kaum, weshalb Ziehl mit dem ersten Wechsel für frischen Wind sorgte und Grimaldi durch Cuni ersetzte. In der 75. Minute bot sich die große Chance zur Entscheidung, als Neudecker schnell über links nach vorne zog und Cuni den Abschluss nicht kontrollieren konnte. Kurz darauf wurde Neudecker ausgewechselt und Günther-Schmidt kam ins Spiel.
Der FCS verteidigte mit Mann und Maus. Die Führung war insgesamt verdient. In der Schlussphase sollte Krätschmer mit dafür sorgen, dass es dabei blieb. Kerber hatte alles rausgehauen und verließ den Platz. Etwas unverständlich war die angezeigte Nachspielzeit von sieben Minuten.


