Beim brisanten Drittliga-Duell zwischen Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock am Sonntag (19:30 Uhr) steht nicht nur der Fußball im Fokus. Nach Krawallen beim letzten Auswärtsspiel von Hansa werden diesmal sogar die Toiletten im Gästeblock überwacht.
Nach schweren Ausschreitungen am 16. März in Aachen – darunter die Zerstörung des Sanitärbereichs – reagiert Hansa Rostock mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Eigene Sicherheitskräfte reisen in Kleinbussen an, um während des gesamten Spiels die Toiletten im Gästebereich zu kontrollieren. So sollen weitere Schäden verhindert werden. Die Polizei Essen spricht von einem „Hochrisiko-Spiel“ und hat gemeinsam mit beiden Vereinen ein umfassendes Sicherheitskonzept erarbeitet. Für die rund 1900 Hansa-Fans gibt es nur Stehplätze. 600 Plätze bleiben als Pufferzone frei. Außerdem ist der Alkoholverkauf strengstens untersagt.
„Wir bereiten uns intensiv vor und stehen im engen Austausch mit beiden Vereinen. Wir verfolgen einen eingehaltenen Stufenplan. Ein Hochrisiko-Spiel ist für uns aber nichts Neues“, so Polizeisprecher Andreas Rothkopf gegenüber der „Bild“.